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Schüler, Lehrer und Schulleitung freuen sich gemeinsam mit Oberbürgermeister Patrick Burghardt und Jens Grode über die Spende.

Stiftung fördert Engagement

Schüler der Flüchtlings-AG bekommen Unterstützung

Einige Schüler der Max-Planck-Schule fackeln nicht lange, sie engagieren sich. Ihre AG bekommt jetzt eine Finanzspritze.

Der Strom an Flüchtlingen in die Kommunen hat in vielen Bereichen der Gesellschaft seine Spuren hinterlassen. Auch an der Alexander-von-Humboldt-Schule (AvHS) wollte man sich der Herausforderung nicht verschließen. Bereits im Mai 2015 wurde eine Flüchtlings-AG ins Leben gerufen, deren Mitglieder die vielzitierte Willkommenskultur in die Praxis umsetzen wollten.

Dies ist ihnen mit vielfältigen Aktionen gelungen. Jetzt gab es eine kleine finanzielle Anerkennung: Oberbürgermeister Patrick Burghardt (CDU) überreichte in seiner Funktion als Vorsitzender der Elinor Kirchner-von-Opel-Stiftung 1000 Euro. Den symbolischen Scheck nahm die Leiterin der AG, Lehrerin Peggy Le Bel, im Beisein von Schulleiterin Renate Pilgenröther und zahlreicher Schüler entgegen.

„Ich habe mich schon 2014 gefragt, was die in Rüsselsheim lebenden Flüchtlinge beschäftigt und welches Schicksal sie haben“, erläuterte Peggy Le Bel die Hintergründe der AG-Gründung. Aus diesen Überlegungen sei zunächst eine Willkommensveranstaltung an der Schule entstanden und daraus im Mai 2015 die AG.

Einfach sei es nicht gewesen, mit den Flüchtlingen unterschiedlichen Alters in Kontakt zu treten. „Aber wir sind am Ball geblieben, denn wir wollten diesen Menschen eine gute Zeit bescheren.“ Die mit rund 15 Schülern besetzte AG organisierte für die in den unterschiedlichen Unterkünften lebenden Menschen zahlreiche Aktionen, konzentriert sich aber inzwischen auf die knapp 20 Kinder und Jugendlichen der sogenannten Seiteneinsteigerklasse der AvHS, die zurzeit ausschließlich aus Flüchtlingen besteht. Neben der Hausaufgabenhilfe steht hier ebenfalls das gesellige Miteinander im Mittelpunkt. „Wir haben an unserer Schule so viele Kulturen und Sprachen. Das ist ein sehr großer Vorteil“, freute sich Peggy Le Bel über das Engagement ihrer Schüler.

OB Burghardt zollte den Schülerinnen und Schülern seinen ausdrücklichen Respekt: „Diese AG zu gründen, war wirklich eine tolle Idee. Denn ohne ehrenamtliches Engagement wären die Herausforderungen in der Flüchtlingsbetreuung nicht zu schaffen.“ Auch Stadtverordnetenvorsteher Jens Grode (SPD) dankte in seiner Funktion als Mitglied des Stiftungsbeirats den Schülern für ihren Einsatz und ihr Engagement. rke

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