Diplome

Schüler der Max-Planck-Schule schaffen Abschluss für Studium in Frankreich

Am Dienstag erhielten 46 Schüler an der Max-Planck-Schule ihr Diplome d’Etudes en Langue Francaise – kurz DELF. Die Koordinatorin der Initiative, Denise Wiepen betonte: „Sprachen sind sehr wichtig und bringen euch in Europa viel weiter.“

Mit zitternden Knien, weich wie Butter vor Aufregung, seien sie im Frühjahr dieses Jahres in die schriftlichen Prüfungen für das Diplome d’Etudes en Langue Francaise (DELF) gegangen, erzählen einige Schüler. Das war am 25. März 2017. Fünf Tage später, am 30. März, sei es noch schlimmer gewesen. „An diesem Tag fanden die mündlichen Prüfungen im Institute Francaise in Mainz statt“, erinnert sich Denise Wiepen, Französischlehrerin und Koordinatorin der Sprach-Prüfungen. Vor Französisch-Muttersprachlern mussten die Schüler der Jahrgangsstufen 7 bis 12 zeigen, dass sie nicht nur Französisch schreiben, sondern sich in der Sprache auch verständlich ausdrücken können.

„Überhaupt geht es bei der Sprachkompetenz gar nicht so sehr darum, dass ihr gute Noten in den Klassenarbeiten schreibt“, sagt Denise Wiepen bei der Verleihung der Diplome zu den Absolventen von DELF. „Es geht darum, dass ihr euch ausdrücken könnt, verstanden werdet und

Spaß an der Sprache

und der anderen Kultur habt.“ Insgesamt 46 Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums haben das Diplom in diesem Jahr erfolgreich abgelegt. Dabei erfolgten die Prüfungen in vier Kompetenzstufen – A1, A2, B1 und B2. Die letzten beiden – B1 und B2 – befähigen die Absolventen dazu, an einer französischen Universität zu studieren. Am Dienstagvormittag erhalten alle Schüler ein Zertifikat über ihre Leistungen. In der Kategorie A1 hat Azra Altin mit 92 von 100 Punkten am besten abgeschnitten. Ümit Isikli war mit 95 von 100 Punkten der beste Absolvent in der Kategorie A2. Yasemine Haddi war die Beste in der Kategorie B1 und Ismael Bouziane erzielt in den Prüfungen der Kategorie B2 die besten Ergebnisse.

„Leider haben wir für das kommende Jahr lediglich 27 Anmeldungen zu den Prüfungen“, stellt Denise Wiepen fest. Überhaupt sei das Interesse der Schüler am Erlernen von Französisch als zweiter Fremdsprache rückläufig, gibt die Lehrerin zu. „Wir haben nur noch eine Französisch-Klasse in der aktuellen Jahrgangsstufe 6.“ Dem gegenübergestellt gebe es jedoch drei Spanisch-Klassen.

Die Gründe für den Rückgang sieht die Französischlehrerin vor allem bei den Eltern. „Viele der Eltern haben selbst Französisch in der Schule gelernt und raten ihren Kindern davon ab, die Sprache zu erlernen, mit dem Argument, dass Französisch zu schwer sei. Ich denke jedoch nicht, dass es viel leichter ist, Spanisch zu lernen, zumal sich die Sprachen sehr ähneln“, erklärt Wiepen.

Die Max-Planck-Schule biete zudem die Möglichkeit, Französisch in der 9. Jahrgangsstufe als dritte Fremdsprache zu belegen. „Deutschland grenzt an viele Länder, in denen Französisch gesprochen wird. Neben Frankreich selbst, sind das Luxemburg, Belgien, die Schweiz“, sagt Wiepen.

Sie mache mit ihren Schülern bewusst Ausflüge in diese Länder. „Es ist immer etwas anderes, wenn man das Land und seine Kultur selbst erlebt und dort dann auch die Sprache sprechen kann, als wenn man nur in der Schule übt. So sehen die Schüler, wofür die ganze Mühe gut ist.“

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