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Studentin Anne Hummel (rechts) erklärt den Teilnehmern der Technik-AG, wie ein Gummi Energie speichert und damit ein ?Raketenauto? antreibt. Das fasziniert auch AG-Leiter Michael Rössel (hinten).

Von Raketenautos und der Wissenschaft

Schüler und Studenten profitieren von AG an Max-Planck-Schule

An der Max-Planck-Schule startet eine neue Technik-AG in Kooperation mit der Hochschule Rhein-Main. In der ersten Stunde bekamen die Kinder ein Phänomen nahegebracht, über das sich schon das Genie Albert Einstein den Kopf zerbrochen hat.

Man ziehe einen Gummi an und wickele ihn fest um einen Stab. Lässt man den Gummi los, schnellt er augenblicklich in seinen Ausgangszustand zurück. Hundertprozentig. Aber warum ist das so? Warum bleibt der angespannte Gummi nach dem Loslassen nicht einfach angespannt?

„Beim Wickeln bekommt der Gummi Energie zugeführt, die zunächst gespeichert bleibt. Lässt man den Gummi los, entlädt sich diese Energie“, erklärt Anne Hummel. Sie studiert an der Hochschule Rhein-Main interdisziplinäre Ingenieurs-Wissenschaften und kennt sich mit Energie und ihrer Wirkung ziemlich gut aus. Die an diesem Nachmittag vor ihr stehenden Jungen und Mädchen der fünften und sechsten Klassen der Max-Planck-Schule (MPS) staunen nicht schlecht, als sie erklärt bekommen, wie man diese Energie nutzen kann.

Denn mit der frei werdenden Energie, gespeichert in einem unscheinbaren Gummi, kann man ein aus einer kleinen Plastikflasche konstruiertes „Raketenauto“ antreiben. Die Energie bewegt nämlich einen Stab, der wiederum einen kleinen Propeller antreibt, der wiederum das „Raketenauto“ bewegt.

Willkommen in der faszinierenden Welt der Physik. Und die wird erst so richtig spannend, wenn man sie durch Experimente mit den eigenen Augen erlebt. Und Experimente werden im Physikunterricht an der MPS groß geschrieben. Wer sich noch eingehender dafür interessiert, der geht in die Technik-AG, die mit der Hochschule Rhein-Main kooperiert, die nun in eine zweite Runde gestartet ist. Sechs Studierende kommen einmal in der Woche in die MPS und lassen die AG-Mitglieder spannende Experimente erleben.

In der ersten Stunde in diesem Jahr war Energie Thema, ein allgegenwärtiges Phänomen, über das sich schon Genies wie Albert Einstein die Köpfe zerbrochen haben. „Wir wollen in der AG den Kindern anschauliche Experimente präsentieren“, erläutert Michael Rössel.

Der MPS-Lehrer für Mathe, Physik und Informatik leitet die AG und freut sich, dass sich ein weiteres Mal Studierende der Hochschule für seine Schützlinge engagieren. Und dieses Engagement ist für die jungen Leute eine Herausforderung: Nehmen sie sonst Wissen auf, geben sie in der MPS ihr Wissen an andere weiter – und zwar an neugierige Kinder.

„Das Engagement dieser Studenten in der Technik-AG ist Bestandteil des Curriculums“, erläutert Peter Dannenmann. Dem Hochschul-Professor ist der Kontakt zu Schulen ein wichtiges Anliegen, um bereits die Kinder und Jugendlichen zu begeistern. Seinen Studenten gelingt dies in der ersten Stunde der Technik-AG problemlos. Mit Feuereifer gehen die mehr als zehn Schüler daran, ihre eigenen „Raketenautos“ zu bauen. Dazu bekommt jeder eine genaue Anleitung in die Hand gedrückt, an die er sich halten kann.

In dieser Woche unternimmt die Technik-AG einen Ausflug in die Hochschule. Dabei werden die Schüler unter anderem herausgefordert sein, das chemische Element Wasserstoff aufzuspüren.

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