Hochbegabter

In der Schule unterfordert: Mats Robin Kothe (15) studiert an der Hochschule

Schon jetzt löst er die Matheaufgaben aus dem Abitur ohne Probleme. Mats Robin Kothe besucht zurzeit die 10. Klasse der Max-Planck-Schule und hat sich in Mathematik seit einer Weile ein wenig gelangweilt. Aus diesem Grund studiert er seit zwei Wochen neben dem Gymnasium an der Hochschule Rhein-Main.

Mats Robin Kothe ist auf den ersten Blick ein ganz normaler, 15 Jahre alter Teenager. Tiefenentspannt kommt er mit seiner Mutter Andrea zum Gespräch mit dem Rüsselsheimer Echo. Treffpunkt ist der Haupteingang vor dem Gebäude A der Hochschule Rhein-Main. Hier geht der Schüler, der die 10. Klasse der Max-Planck-Schule besucht, nämlich seit letzter Woche ein und aus: als Frühstudent.

„Ich besuche die Vorlesung ,Argumentieren und Beweisen‘ aus dem Studiengang Angewandte Mathematik“, erzählt der Jugendliche. Das, was er in den ersten Stunden erfahren habe, höre sich sehr interessant an, schiebt er hinterher. Schwer werde es für ihn jedoch nicht, ist sich der 15-Jährige sicher.

„Ich freue mich total darauf, zu erfahren, wie man etwas mathematisch aufschreibt und wenn wir Beweis-Sätze besprechen“, so Mats, und seine Augen leuchten, wenn er von der Wissenschaft spricht. Mats habe eine Teil-Hochbegabung im naturwissenschaftlichen Bereich, erzählt Mama Andrea. Richtig habe sich diese Begabung ab der 7. Klasse gezeigt. Dann habe Mats im Unterricht „richtig aufgedreht“. Mats habe in der Mathe-Olympiade und anderen naturwissenschaftlichen Wettbewerben sehr gut abgeschnitten. Außerdem habe er in seiner Freizeit am Mainzer Mathe Club teilgenommen und bei „Physik am Samstag“ mitgemacht. „Mittlerweile langweilt er sich im normalen Mathe- und Physikunterricht. Er braucht einfach mehr Gehirnfutter“, sagt die Mutter ehrlich. „Der Koordinator der Mint-Fächer an der Max-Planck-Schule ist dann auf uns zugekommen und hat vorgeschlagen, dass Mats neben dem normalen Unterricht in der Schule ein Frühstudium an der Universität absolviert.

Wir haben uns auch die Uni in Mainz angeschaut. Doch der Campus der Hochschule Rhein-Main hier in Rüsselsheim ist viel praktischer und in unmittelbarer Nachbarschaft seiner Schule gelegen“, berichtet Andrea Kothe. „Wir haben dann einen Termin mit der Studienberatung der Hochschule Rhein-Main gemacht und dort wurde ein Kurs gefunden, der perfekt in Mats Schul-Stundenplan passt“, so die Mutter weiter. Er studiere während einer Freistunde und lasse in Absprache mit der Schule eine Physikstunde ausfallen, berichtet der Jugendliche. Obwohl er die in der Vorlesung vorgesehenen beiden Klausuren als Frühstudent nicht mitschreiben muss, möchte Mats Robin Kothe den Leistungsnachweis dennoch erbringen. „Das steht für außer Frage“, stellt der junge Mann klar. Würde er sich nach seinem G8-Abitur für den Studiengang entscheiden, werde ihm diese erbrachte Leistung dann auch angerechnet. Doch Mats gibt zu, dass er sich über seine berufliche Zukunft noch gar nicht so klar sei. Sicher sei jedoch, dass er auf jeden Fall etwas mit Mathe, Physik oder Informatik machen wolle.

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