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WHS-Juniorbotschafter im EU-Parlament: Asena, Finn, Elke Özistanbullu, Mika, Christiane Stein-Taggeselle und Georgios (von links) bilden einen Teil des Junior- und Seniorbotschafter-Teams für das Europäische Parlament an der Werner-Heisenberg-Schule.

Botschafter für Europa

Jugendliche der Werner-Heisenberg-Schule informieren über aktuelle politische Themen

Seit September 2018 arbeiten acht Schüler und zwei Lehrerinnen daran, die Werner-Heisenberg-Schule als Botschafterschule des Europäischen Parlaments zu zertifizieren. Dabei haben sie bereits einiges geschafft.

Mika, Finn, Tristan, Nikos, Georgios, Asena, Selin und Daniel sind seit September die Juniorbotschafter des Europäischen Parlaments an der Werner-Heisenberg-Schule. Die acht besuchen die 10. und 11. Klasse der Fachoberschule und der Berufsschule. Aktuell arbeiten die Schüler neben dem Unterricht daran, ihre Schule als Botschafterschule des Europäischen Parlaments zu zertifizieren. Das Ziel ist: „Wir wollen unseren Mitschüler als Juniorbotschafter das Thema Europäische Union näherbringen. Wir wollen darüber aufklären, was das Europäische Parlament macht und welche Vorteile uns die Mitgliedschaft in der Europäischen Union bringt“, berichtet Asena.

„Die Teilnahme an diesem Projekt ist uns quasi zugeflogen“, berichten Elke Özistanbullu und Christiane Stein-Taggeselle lachend. Die beiden Lehrerinnen der Werner-Heisenberg-Schule bilden neben den Juniorbotschaftern das Team der Seniorbotschafter.

„Es ist jedoch ein Projekt der Schüler“, betont Elke Özistanbullu. „Wir stehen den jungen Männern und Frauen lediglich beratend zur Seite.“

Interessant gestalten

Seit dem Beginn des Zertifizierungsprozesses haben die Jugendlichen bereits einiges geschafft. „Am 23. September haben wir an unserer Schule die erste Botschafterkonferenz der Junior- und Seniorbotschafter aus Hessen, dem Saarland und Rheinland-Pfalz ausgerichtet“, erinnert sich Finn. „An diesem Tag wurden wir dann auch offiziell als Juniorbotschafter des Europäischen Parlaments anerkannt. Wir konnten uns zudem bei anderen Schulen darüber informieren, wie das Projekt dort umgesetzt wird und wie wir das Thema Europäische Union für andere Schüler interessant gestalten können“, erzählt Finn weiter. Insgesamt nähmen bundesweit etwa 40 Schulen an dem Projekt teil, so Elke Özistanbullu. Zudem gebe es Botschafterschulen des Europäischen Parlaments in Holland, Belgien und Frankreich.

Die Schüler der Fachoberschule Maschinenbau hätten in der eigenen Schulwerkstatt eine beleuchtete Litfaßsäule gebaut, die nun im Neubau der Schule steht. „Eine Ausstellungsmöglichkeit in der Schule zu schaffen, um dort über das Projekt und die EU zu informieren, war eine der Voraussetzungen der Teilnahme an der Zertifizierung“, klärt Christiane Stein-Taggeselle auf. Am Tag der offenen Tür in der vergangenen Woche hätten die Schüler die Litfaßsäule zum ersten Mal präsentiert, erzählt Mika. Außerdem hätten die acht Juniorbotschafter Memorys, Europakegel und Puzzles hergestellt, um spielerisch das Europa-Wissen der Besucher abzufragen und ihnen die Thematik näher zu bringen.

„Ich habe mich schon immer für Politik und vor allem auch die Politik Europas interessiert“, gibt Asena zu. Mit 19 Jahren darf die Schülerin bei den im Mai anstehenden Europawahlen wählen. „Ich war sofort begeistert und wollte bei dem Projekt mitmachen“, berichtet die junge Frau und fügt hinzu: „Für mich ist es wichtig. Europa betrifft mich doch unmittelbar, denn ich bin ein Teil davon.“

Ans Parlament schicken

Bei ihren Mitschülern sähe das oft etwas anders aus. „Viele junge Menschen wissen wenig über die Politik des Europäischen Parlaments, obwohl daraus zum Beispiel wichtige Programme wie das Austausch-Projekt Erasmus entstanden sind“, sagt Elke Özistanbullu. Bis zu den Europawahlen wollen die Juniorbotschafter nun in die Klassen ihrer Schule gehen und mit den Mitschülern über das Thema sprechen. „Wir werden auch die Juniorwahlen der Europawahlen organisieren und hier in unserer Schule ausrichten“, kündigt Asena an. „Wir hoffen, möglichst viele Schüler zur Teilnahme daran motivieren zu können.“

Als nächster Schritt im Zertifizierungsprozess sei nun noch der Jahresbericht fällig, den die Schüler an das Europäische Parlament schicken müssen. „Dann wird uns eine Abordnung aus Brüssel besuchen und das Projekt bewerten“, so Christiane Stein-Taggeselle. „Danach erhalten wir dann hoffentlich bald das Zertifikat.“

von Daniela Haman

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