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Rüsselsheim - Der Gottesdienst in Zeiten von Corona hat völlig andere Rahmenbedingungen als vor der Krise. Und daran wird sich so schnell auch nichts ändern.

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Auf das Singen in der Kirche muss verzichtet werden

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Kirchgänger können aufatmen: Nach wochenlanger Gottesdienst-Pause kann jetzt wieder gemeinsam gebetet werden. Doch bei den Gottesdiensten gelten zum Teil strikte Regeln.

Rüsselsheim-Der Gottesdienst in Zeiten von Corona hat völlig andere Rahmenbedingungen als vor der Krise. Und daran wird sich so schnell auch nichts ändern.

In den Pfarrbüros der katholischen Gemeinden klingelt derzeit häufiger das Telefon als vor der Coronakrise. Denn ohne telefonische Anmeldung vorab ist es nicht möglich, den Gottesdienst zu besuchen. Der Besucher muss seine Kontaktdaten hinterlassen und bekommt in der Kirche einen Platz mit ausreichend Abstand zu den anderen Gottesdienstbesuchern zugewiesen. Der Mundschutz ist auch beim Gottesdienst obligatorisch, ebenso das Desinfizieren der Hände vor dem Betreten der Kirche.

Maximal 46 Personen

Das Gesangbuch wird nicht gebraucht, denn auf das Singen müssen die Gläubigen verzichten, ebenso zumindest vorerst auf die Kommunion. Damit folgen auch die katholischen Pfarrgemeinden in Rüsselsheim den einheitlichen Vorgaben des Bistums Mainz. Ebenfalls umstellen müssen sich die Protestanten, wenn sie beispielsweise den Gottesdienst in der Stadtkirche am morgigen Sonntag besuchen wollen, der um 10 Uhr beginnt. Allerdings muss sich hier keiner anmelden, wie Pfarrer Andreas Jung bekräftigt.

"In der Stadtkirche können maximal 46 Personen am Gottesdienst teilnehmen. Die Sitzplätze sind ausgewiesen, es wird auf den Mindestabstand geachtet. Zwei Personen aus dem gleichen Haushalt dürfen zusammensitzen."

Am Eingang der Stadtkirche steht ebenfalls Desinfektionsmittel bereit, die Besucher werden gebeten, einen Mund-Nase-Schutz zu tragen. "Auf das Singen verzichten wir, aber Livemusik wird es reichlich geben", so der Geistliche weiter. "Sollte der Andrang sehr groß sein, wird um 11 Uhr ein weiterer Gottesdienst angeboten." Am Sonntag, 17. Mai, hält Pfarrer Jung den Gottesdienst in der Matthäuskirche am Böllenseeplatz ab. "Ich freue mich sehr, endlich wieder mit der Gemeinde Gottesdienst feiern zu können. Von Angesicht zu Angesicht", unterstreicht Pfarrer Jung. Er weist darauf hin, dass die Stadtkirche auch weiterhin samstags von 9 bis 13 Uhr geöffnet ist.

Auch weiterhin offen

Die katholische Kirche und die Kapelle von Auferstehung Christi stehen weiterhin offen von morgens bis abends für das private Gebet, teilte Pfarrer Blumers mit "Und davon machen die Menschen regen Gebrauch." Von Ralph Keim

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