Inklusion

So war das Sommerfest der Wohnstätte „Herta Max“

Der Wilde Westen lag beim Sommerfest der WfB-Wohnstätte „Herta Max“ in der Luft. Gemeinsam mit dem Bereich „Gestaltung des Tages“ und dem Förderverein feierten die Bewohner bei strahlendem Sonnenschein ihr alljährliches Fest.

Ein riesiger bunter Marterpfahl steht im Zentrum des Geschehens auf dem Vorplatz in der Grabenstraße. Strohballen, dekoriert mit Sonnenblumen liegen herum und viele Teilnehmer tragen Cowboyhüte. Der Rüsselsheimer Unterhaltungskünstler „Schlager-Rolf“ macht die zum Motto des Sommerfestes passende Musik und singt typische Lieder, die von Cowboys, Indianern und dem Wilden Westen handeln. Ausgelassen tanzen und singen Bewohner der Wohnstätte mit. Gemeinsam mit den Mitarbeitern haben sie die Dekoration gebastelt und den Hof mit bunten Luftballons und Papiergirlanden geschmückt.

Auch auf den Tischen stehen Marterpfähle im Miniaturformat, künstliche Kakteen und eine riesige Giraffe aus Pappmaché steht hinter verbogenen Vinylschallplatten und trägt lange schwarze Zöpfe. „Das ist Trudi Tralala“, erklärt Bärbel Nold, Ergotherapeutin und seit 2011 für den Bereich „Gestaltung des Tages“ tätig. Die Giraffe ist ein fester Bestandteil der Wohndekoration und sehr wandelbar. Zu den jeweiligen Anlässen ändert sie ihr Aussehen. Beim Fest, wo sich das Motto um den Wilden Westen dreht, tritt sie als Apanatschi, die Indianerin, auf.

Doch was hat es mit den verbogenen Schallplatten auf sich, die wie lustige Schalen aussehen? Die seien bestens als Partydeko geeignet und man könne Chips und Flips hineinfüllen, erklärt Nold. „Wir hören hier noch viele Schallplatten mit Schlagern aus den siebziger Jahren“, umschreibt Nold einen Teil der Gestaltung des Tages. Manche würden aber nicht mehr gehört. Doch, statt sie wegzuwerfen, wurden die schwarzen Scheiben bei hundert Grad im Ofen umgeformt und können jetzt weiter genutzt werden. Für eine Spende von zwei Euro kann jeder sich eine solche Schale für den Partykeller mitnehmen.

Gerade tritt die Tanzgruppe der Rüsselsheimer Lebenshilfe auf und beeindruckt ihre Zuschauer mit schwungvollen Bewegungen. Alle schauen begeistert zu.

Birgit Wiechers hat seit Juni die Bereichsleitung Wohnen übernommen. Seit 16 Jahren ist sie im Bereich betreutes Wohnen der Werkstätten für Behinderte (WfB) tätig. Bislang lag ihr Haupttätigkeitsfeld in Biebesheim. Nun ist sie für alle vier Standorte verantwortlich. Im Rahmen einer Umstrukturierung werden der ambulante und der stationäre Bereich der Werkstätten für Behinderte zu dem Bereich „Wohnen“ zusammengeführt.

Die vier Standorte, für die Birgit Wiechers nun zuständig ist, sind die Wohnstätten in Biebesheim und „Herta Max“ in Rüsselsheim, sowie das betreute Wohnen in Biebesheim und Rüsselsheim. Angegliedert an die Wohnstätte ist auch die „Gestaltung des Tages“ für Menschen mit Behinderung, die nicht mehr in einem Arbeitsverhältnis stehen. Mit Hilfe dieses Bereichs wird die Tagesstruktur von Rentnern unterstützt.

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