Justin und Tim lernen Flüchtlinge kennen

Sozialarbeit macht auch den Jungs Spaß

Parallel zum Girls’ Day gibt es auch ein Pendant für Jungen, die sich einen Tag lang in eher von Frauen dominierten Berufen umsehen können. Sechs Boys informierten sich beim Diakonischen Werk Groß-Gerau/Rüsselsheim über die Flüchtlingssozialarbeit.

Justin (12) und Tim (13) wissen schon recht genau, in welche Richtung ihre berufliche Tätigkeit einmal gehen soll. Daher suchten sie auch gezielt nach Angeboten im sozialen Bereich und wurden im Internet fündig.

Tim stellt sich vor, später einmal bei der Berufsfeuerwehr oder beim Rettungsdienst zu arbeiten. Auf jeden Fall soll es ein Beruf sein, bei dem man anderen Menschen helfen kann. Justin ist überzeugt, dass es keine typischen Frauen- und Männerberufe gibt. Jeder könne doch machen, wozu er Lust hat. Auch er will sich nach der Schule einem sozialen Beruf widmen. Dass diese Berufe meist nicht so gut bezahlt sind wie typische Männerberufen, stört die beiden nicht. Tim ist bei der Freiwilligen Feuerwehr aktiv und hat Erfahrungen in einem Helferberuf gesammelt.

Neben vielen anderen diakonischen Bereichen, schauten sich die beiden Jungs mit ihrem Betreuer Christian Kopp besonders in der Flüchtlingssozialarbeit um. Dabei lernten sie, dass hierzu auch viel Verwaltungsarbeit gehört. Spannender war hingegen der Besuch einer Flüchtlingseinrichtung in Trebur, wobei sie zwei Flüchtlingsfamilien aus Eritrea und Syrien trafen. Dort erfuhren sie, wie ein typischer Tagesablauf der Flüchtlinge aussieht, der oft aus Schule, Deutschkursen und Arbeit besteht. Einen leichteren Einstieg in die deutsche Arbeitswelt ermöglicht ihnen das MiA-Projekt (Migranten in Arbeitserprobung) der Diakonie. Alles sei ganz anders, als man so denke und wie es in den Medien kommuniziert werde, weiß Justin nun.

Tim weiß nach dem Boys’ Day, dass er einen sozialen Beruf ergreifen will. Er möchte auch künftig Flüchtlinge unterstützen und ihnen dabei helfen, sich zu integrieren. sura

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