Für die Spielplätze in der Gemeinde sieht es düster aus: Viele Geräte sind marode, das Geld für Ersatz fehlt in den Treburer Kassen.	Symbolbild: Knapp
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Für die Spielplätze in der Gemeinde sieht es düster aus: Viele Geräte sind marode, das Geld für Ersatz fehlt in den Treburer Kassen. Symbolbild: Knapp

Mittel fehlen

Spielgeräte gehen eins nach dem anderen kaputt

Große Überraschungen bot die Sitzung der Gemeindevertretung nicht. Eine Mitteilung von Bürgermeister Carsten Sittmann lässt allerdings nichts Gutes erahnen.

In den sozialen Netzwerken verbreitete sich die Neuigkeit schnell: Im Außengelände der Kita Kunterbunt wurden Spielgeräte gesperrt. „Die Kindertagesstätte wird in diesem Jahr 20 Jahre alt. Seitdem wurde im Außengelände nichts getan“, berichtete dazu Bürgermeister Carsten Sittmann (CDU) den Fraktionen zu Beginn der Gemeindevertretung. „2013 haben Eltern und Erzieherinnen gemeinsam mit einem Planungsbüro ein Konzept zur Umgestaltung des Außengeländes entworfen. Die Kostenschätzung liegt bei 115 000 Euro, was aufgrund der Haushaltslage derzeit nicht realisierbar ist“, lautete die ernüchternde Mitteilung.

Kein Geld frei

Zwar seien für Reparaturen 10 000 Euro im Haushalt 2015/16 angemeldet, aber während der Beratungen auf 3000 Euro reduziert worden. „Selbst diese Summe stand 2015 und 2016 wegen andauernder vorläufiger Haushaltsführung nicht zur Verfügung.“ Mitte 2016 seien die ersten maroden Spielgeräte gesperrt worden. Kürzlich musste eine Hangrutsche entfernt werden. Und so werde es weitergehen, kündigte Sittmann an. Er malte ein düsteres Bild: „Dieses Problem besteht auch in anderen Kindertagesstätten und Spielplätzen. Während der vorläufigen Haushaltsführung können keine Neuanschaffungen getätigt und daher nicht jedes defekte Spielgerät ersetzt werden.“

Die SPD forderte in einem Antrag den Gemeindevorstand auf, die Kündigung des Gruppenraums im Alten Rathaus auszusetzen. Wie mehrfach berichtet, sind von der Kündigung die Mir Trewwerer und der Nabu betroffen. Ursprünglich wollte die SPD, dass beide Vereine den bisherigen Nutzungsvertrag um mindestens fünf Jahre verlängert bekommen. Nach längeren Diskussionen änderte die SPD ihr Ansinnen: Jetzt soll das Anliegen per Mediation geregelt werden. Der Antrag wurde mehrheitlich angenommen. Ebenfalls mehrheitlich gab die Gemeindevertretung grünes Licht für eine Feldwegesatzung und dafür, dass Trebur zum 1. Januar 2020 seine Abfallentsorgung an den Zweckverband Abfallwirtschaft im Kreis überträgt.

Zur Kenntnis nahmen die Fraktionen zwei außerplanmäßige Ausgaben: Mehr als 7000 Euro sind für Reparaturen der Flutlichtanlagen der Sportstätten in Trebur und in Astheim angefallen. Rund 8000 Euro kostete die Erneuerung von Fliesen, Duscharmaturen und Spülkästen im Treburer Freibad.

Bürgermeister Sittmann bestätigte während der Sitzung noch einmal, dass die Post in der Astheimer Straße Ende Mai schließen wird. Doch wie wir bereits berichtet haben, wird die Post ihre Angebote in der Kerngemeinde auch ab 1. Juni aufrecht erhalten. Die Einzelheiten will das Unternehmen verkünden, sobald diese spruchreif sind.

Neuer Pächter in Astheim

Zur derzeit geschlossenen Gaststätte im Bürgerhaus von Ast-heim informierte Bürgermeister Sittmann die Fraktionen, dass sich mehrere Pachtinteressenten dem Gemeindevorstand vorgestellt haben: „Ein Interessent hat den Zuschlag bekommen. Derzeit wird der entsprechende Pachtvertrag ausgearbeitet.“ Die Belegung der vom Kreis errichteten Flüchtlingsunterkunft in der Treburer Theobaldstraße werde am 28. März beginnen, so der Bürgermeister abschließend.

Während der Sitzung der Gemeindevertretung wählten die Fraktionen Harald Frick ohne Gegenstimmen als sogenannten sachkundigen Bürger in die Haushaltskommission. Er löst Antje Huth ab. Frick saß in der zurückliegenden Legislaturperiode für die GLT in der Gemeindevertretung und amtierte als Vorsitzender des Haupt- und Finanzausschusses.

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