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Bürgermeister Dennis Grieser (l.) bei der Einweihung der Skulptur ?Shortcut? auf dem Kunstpfad.

Endabrechnung Hessentag

WsR stellt Abrechnung für Kunstpfad infrage

Der Kunstpfad soll die Stadt laut WsR deutlich mehr gekostet haben, als jüngst vom Rathaus angegeben. Bürgermeister Grieser bestätigt die Darstellung der Partei zwar, verweist aber darauf, dass diese einen entsprechenden Beschluss mitgetragen habe.

Der Kunstpfad am Mainvorland gehört zu den Projekten, die im Zuge des Hessentags umgesetzt wurden. Wie die städtische Pressestelle am Donnerstag mitteilte, soll der Pfad gut 32 000 Euro mehr gekostet haben, als ursprünglich geplant.

Laut WsR ist diese Zahl falsch. „Bei der Entscheidung zum Kunstpfad wurde von einer Finanzierung ausgegangen, die zwei Drittel Sponsorengelder und ein Drittel städtische Mittel beinhalten sollte“, blickt Fraktionschef Joachim Walczuch zu zurück. Da Bürgermeister Dennis Grieser (Grüne) nicht in der Lage gewesen sei, Sponsorengelder im Umfang von 200 000 Euro aufzutreiben, sei in der damaligen Beschlussvorlage für die Stadtverordnetenversammlung dieser Schlüssel zu Ungunsten der Stadt verändert worden. „Nun sollten nur noch 100 000 Euro Sponsorengelder eingeworben werden und 200 000 Euro durch die Stadt finanziert werden“, erläutert Walczuch. Damit schließe der Kunstpfad mit einem Minus von mehr als 132 000 Euro ab. Die 100 000 Euro Sponsorengelder seien schon vor dem Projekt zugesagt worden. Nur von der Volksbank habe Grieser 2500 Euro bekommen.

Auf Nachfrage dieser Zeitung bestätigte Grieser grundsätzlich die Schilderung von Walczuch. Weil eine Stiftung damals nur die Hälfte der ursprünglich zugesagten 200 000 Euro hätte zahlen wollen, habe die Stadt bei den Kosten für den Pfad einspringen müssen.

Den Parlamentsbeschluss, der dieses Vorgehen deckte, trug die WsR damals mit. Walczuch bezeichnet dies heute als den größten Fehler in der Geschichte der Partei. Darauf eingegangen sei er nur, weil Grieser ihm damals im Gegenzug Unterstützung bei der Rückabwicklung der AöR Städteservice Raunheim / Rüsselsheim zugesagt habe. Diese war ein zentrales politisches Vorhaben der WsR, das allerdings scheiterte.

Mit Blick auf den Kunstpfad verweist Bürgermeister Dennis Grieser darauf, dass für diesen zwar mehr Geld ausgegeben werden musste, dafür aber beim Kulturprogramm, das er beim Hessentag verantwortete, rund 50 000 Euro eingespart worden seien. sw

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