Anne-Trude-Zieres-Stiftung

Stiftung spendet 2500 Euro

Für Anne-Trude Zieres ist Helfen zur Herzensangelegenheit und Bestandteil ihres Lebens geworden. Im GPR-Klinikum ist sie seit vielen Jahren durch ihr erfolgreiches Perückenstudio mit Schwerpunkt Zweithaar für Krebspatienten bekannt.

Im Leben von Anne-Trude Zieres gab es nicht nur rosige Zeiten. Sie weiß, was Krankheit, Mangel und Not bedeuten. Ihr selbst ist es aber immer gelungen, die Dinge zum Positiven zu wenden. Dafür ist sie dankbar und empfindet es als großes Glück. Dieses Glück möchte die noch immer sehr agile 77-Jährige mit anderen teilen. Deshalb hat die Inhaberin eines Perückenstudios am GPR-Klinikum 2009 die Anne-Trude-Zieres-Stiftung gegründet.

Die Stiftung soll Vereine, Einrichtungen und Initiativen fördern und unterstützen, die sich in der Palliativversorgung, Hospizarbeit und Trauerbewältigung engagieren. Stiftungsziel sei schnelle, unbürokratische Hilfe für behinderte, kranke und sterbende Menschen aus Rüsselsheim.

Jetzt kamen gleich sechs Institutionen in den Genuss einer Spende der Stiftung. Insgesamt 2500 Euro übergab die Stiftungsgründerin im Klinikum an die GPR-Krebssportgruppe, die Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, die Clowndoktoren, die Rüsselsheimer Hospizhilfe, die Inselhof Lebenshilfe-Wohnstätten und die Wohnstätte Herta Max in Rüsselsheim.

„Da ich persönlich erlebt habe, dass es Menschen gibt, die nicht für sich selbst sorgen können, und weil ich der festen Überzeugung bin, dass alle dasselbe Recht auf ein lebenswertes Leben haben, habe ich diese Stiftung gegründet“, sagte die Spenderin.

Ihr Wunsch sei es, mit dieser Stiftung in ihrer Heimatstadt Rüsselsheim einerseits behinderten Menschen die Lebenssituation zu verbessern und andererseits todkranken Menschen am Ende ihres Lebens ein würdevolles Sterben durch Hospizhilfe zu ermöglichen.

Die Kindheit von Anne-Trude Zieres war geprägt von den Entbehrungen der Kriegs- und der Nachkriegszeit. Damals erlebte sie die Schattenseiten des Lebens, aber auch, wie sich Menschen mit Tatkraft und Optimismus gegenseitig unterstützen und aus der Not helfen können. Im Jahr 1965 erlitt ihre damals siebenjährige Tochter bei einem Autounfall schwere Kopfverletzungen, lag wochenlang im Koma und leidet noch heute an den Folgen. Wegen all dieser Erfahrungen engagiert sich Anne-Trude Zieres seit Jahren ehrenamtlich in vielen Projekten für andere Menschen. Für die Nachbarschaftshilfe „ihrer Siedlung“ erhielt sie deshalb auch 2009 als „Alltagsheldin“ den Bürgerpreis des Kreises Groß-Gerau.

„Menschen wie Anne-Trude Zieres, die bereit sind zu teilen, sind sehr wichtig in der heutigen Gesellschaft. Viele Anschaffungen und Verbesserungen sind in unseren Kliniken ohne Spenden nur schwer zu realisieren, deshalb sind wir immer wieder dankbar für alle Spenden“, sagte Achim Neyer, Geschäftsführer des Gesundheits- und Pflegezentrums Rüsselsheim.

Hans Mück-Trautmann von der Wohnstätte Herta Max bedankte sich für die Spende. Das Geld soll dabei helfen, einen Urlaub mit den Bewohnern zu finanzieren. Die Inselhof Lebenshilfe-Wohnstätten gestaltet die Wohnzimmer neu. Und Dr. Babette alias Annette Kaiss von den Clowndoktoren betonte, wie wichtig Spenden für ihre Arbeit sind. red

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