Nico Scheffel hängt sich beim Energy-Radeln richtig rein. Für Jugendfeuerwehr und Jugendrotkreuz sprangen am Samstag jeweils rund 200 Euro raus.
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Nico Scheffel hängt sich beim Energy-Radeln richtig rein. Für Jugendfeuerwehr und Jugendrotkreuz sprangen am Samstag jeweils rund 200 Euro raus.

ÜWG wandelt Energie in Euros um

Strampeln für einen guten Zweck

Beim kommunalen Wett-Radeln des Überlandwerks Groß-Gerau haben sich in Nauheim am Samstag vor allem Kinder und Jugendliche von Feuerwehr und DRK beteiligt. Nebenbei gab es Vorschläge für ein besseres Radwegenetz.

Das Überlandwerk (ÜWG) will jede auf einem stationären Fahrrad erzeugte Wattstunde mit einem Euro belohnen. Am Samstag ergab sich auf dem sogenannten „Energy-Bike“ in Nauheim ein beinahe doppelt so gutes Ergebnis wie 2014.

Da die Anzeige nach zwei Stunden und etwa 60 Kilometern knapp über 400 Wattstunden aufwies, sollen Jugendfeuerwehr und Jugendrotkreuz jeweils rund 200 Euro erhalten. Darüber hinaus winkt der leistungsstärksten Kommune im Wettbewerb eine Siegprämie von 1000 Euro. 750 Euro gibt es für die Zweitbesten und 500 Euro für die drittplatzierte Gemeinde. Die Gewinne werden vom ÜWG an gemeinnützige Projekte oder Wunschinitiativen der Kommune gespendet.

2014 hatte Nauheim 226,14 Wattstunden erzeugt, 2012 waren es 467,56 und diesmal exakt 400,70. Neben den Nachwuchsgruppen der Hilfsorganisationen hatten sich Gemeindevertreter, Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung und Passanten beteiligt. Mit von der Partie war auch Wolfgang Fickus, ein über Nauheim hinaus bekannter Sammler von historischen Fahrrädern aus der Zeit vor 1950.

Fickus war mit einem von 1912 stammenden Drahtesel der Firma Opel zu der Veranstaltung auf dem Edeka-Parkplatz gekommen. Der geübte Radfahrer („etwa 2500 Kilometer pro Jahr“) berichtete auf Anfrage, dass es mindestens zwei neuralgische Punkte im Radwegenetz der Gemeinde gebe, die verbesserungswürdig seien.

Zum einen nannte er die Einbahnstraße des Seewegs, in der es im Gegensatz zu anderen Straßen in Nauheim nicht erlaubt sei, dass Radfahrer gegen die Fahrtrichtung fahren dürften – was aber trotzdem ständig passiere. „Autofahrer rechnen nicht damit“, beobachtete er. Außerdem regte Fickus an, in der Bahnunterführung Spiegel anzubringen, durch die erkennbar sei, ob es am Ende der Rampen Gegenverkehr gibt. rabe

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