Eine kleine Schnapsflasche steht neben abgebrannten Feuerwerkskörpern auf dem Bismarckplatz in Königstädten.

Müll in Rüsselsheim

Reste von Feuerwerks-Körpern: Straßenreinigungen haben nach Silvester noch viel Arbeit

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Die Silvester-Party ist vorüber, aber der Müll ist geblieben. Viele lassen die Reste von Feuerwerkskörpern dort, wo sie verschossen wurden. Und wer kümmert sich darum, wenn die letzten Böller verklungen sind?

Feuerwerk im Wert von 103,6 Millionen Euro verballerten die Deutschen in diesem Jahr. Einen kleinen Teil davon auf dem Bismarckplatz in Rüsselsheim-Königstädten. Reste davon sind vier Tage danach immer noch zu sehen: Raketen-Batterien, Knaller-Hülsen oder besser gesagt deren verkohlte Fragmente liegen über das Rund verteilt, als wäre Silvester erst gestern gewesen.

Aber auch halbvolle Sektflaschen, Papierschnipsel und Glasscherben. Sehr zum Ärger von Anwohnerin Margit Mondorf, die den Partymüll direkt vor den Füßen hat, wenn sie vor die Haustür tritt. Notdürftig hat sie gerade mal mit einem Besen die gröbsten Reste beiseite geschoben, damit sie ihr Auto vom Parkplatz wegbewegen kann, ohne über die Scherben fahren zu müssen.

Viele Jahre ginge das schon so, sagt sie. Die meiste Zeit über habe sie es toleriert. „Jetzt reicht’s“, fährt es aus ihr heraus. Sie selbst habe keine Feuerwerksraketen verschossen, die meisten Nachbarn um sie herum auch nicht, von den feiernden Menschen auf dem Bismarckplatz, darunter auch junges Publikum aus der Gaststätte „Zur Krone“ nebenan, habe sie niemanden gekannt. Offenbar haben viele ihre Abfälle einfach liegen lassen. Nach dem Motto: Einer wird es schon wegräumen. Bei Privatgrundstücken sind die Eigentümer verpflichtet, auf öffentlichen Plätzen rückt der Städteservice an. Auch dem Bismarckplatz werde man sich annehmen, heißt es dort bei einem Gespräch. Im Übrigen ist der Städteservice immer dankbar über Hinweise aus der Bevölkerung über Müllaufkommen unter (0 61 42) 83 28 00.

Ruhig ging es während des Jahreswechsels für die Feuerwehr in Rüsselsheim zu, wie Brandschutzdezernent Nils Kraft (SPD) gestern gemeinsam mit Jörg Wintermeyer vom Amt für Brandschutz bilanzierte. Außer dem Wohnungsbrand im Erlenweg am Nachmittag des 31. Dezembers verzeichneten die Brandschützer keine besonderen Vorkommnisse.

Der Stadtrat appellierte aber: „Leider stellen wir vermehrt fest, dass Feuerwehrzufahrten zugeparkt werden. Beim Einsatz zählt jede Minute. Daher ist es entscheidend, dass die Zufahrten und Rettungswege freigehalten werden.“

Ursache des Dachstuhlbrandes im Erlenweg war ein technischer Defekt in der Küche einer Wohnung des Hauses, wie ein Polizeisprecher sagte. Es gebe keine Hinweise auf eine Brandstiftung.

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