Walzer und Cha-Cha-Cha

Tanzen lernen im Kurs des TV Königstädten

Tanzen macht Spaß. Davon überzeugten sich Paare, die bei einem Tanzkurs der Tanzsportabteilung des TV Königstädten teilnehmen. Erst einmal heißt es: Füße sortieren.

„Zehn Paare haben sich für den Tanzkurs angemeldet“, freut sich Eduard Bromma, Leiter der Tanzsportabteilung des TV Königstädten. Langsam trudeln sie ein, nur eine Tänzerin ist kurzfristig erkrankt, so dass Bärbel Viehl, Trainerin der Tanzsportabteilung, am ersten Kursabend neun statt zehn Paaren die ersten Tanzschritte beibringen kann.

Christiane und Michael Draisbach haben über den Rehasport, den sie beim TV besuchen von dem Angebot erfahren. Das Ehepaar aus Raunheim tanzt gern. Einen Tanzkurs haben die beiden aber noch nie gemacht. „Jetzt wollen wir das mal ein bisschen ausprobieren“, sagt Christiane Draisbach. Susanne Reichelt aus Groß-Gerau hat extra die richtigen Schuhe mitgebracht und wechselt das Paar, mit dem sie durch den Regen gekommen ist gegen schicke Tanzschuhe. Ihr Mann Reiner Reichelt outet sich als einer, der mitgeschleift worden ist. Doch er hat neben schicken Schuhen auch eine ordentliche Portion Humor mitgebracht, mit dem er den Abend gut überstehen wird. Auch andere Teilnehmer wechseln noch schnell ihr Schuhwerk. Dann kann es losgehen.

Ein wenig Foxtrott

Bei der Frage danach, wer ein absoluter Anfänger ist, heben sich zögernd einige Arme. Tanz-wünsche gibt es keine besonderen. Ein wenig Foxtrott würde vielen schon reichen. Walzer? Eher nicht. Dann legt Bärbel Viehl erst einmal Musik auf, zu der einige Paare auch schon die richtigen Schritte für einen Cha-Cha-Cha kennen. Andere halten sich an die vertrauten Foxtrottschritte. Das funktioniert. Und Spaß scheint es den meisten Paaren auch zu machen. Man ist ja schließlich nicht allein, hat die bessere Hälfte im Arm. Und ein aufgeregter Teenager ist man schließlich auch nicht mehr. Ihr dreißigstes Lebensjahr haben die Teilnehmer bereits hinter sich.

Beim langsamen Walzer müssen einige zunächst passen. Beim „Gerer Schrittsche“, dem Discofox hingegen, unterlegt mit der rotzigen Stimme von Sängerin Anastacia, funktioniert es so gut, dass eine Dame zum Ende auch noch mal elegant gedreht wird.

Männer führen beim Tanzen, lernen die Paare. Das sei ganz wichtig, so die Trainerin. Dann üben Damen und Herren zunächst getrennt die Schritte, wobei einige erst einmal ihre Füße sortieren müssen. Ja, jeder Tanz beginnt mit den allerersten Schritten, und an diesem Abend mit dem Dreivierteltakt eines langsamen Walzers. Zunächst halten sich die Paare nur an den Händen. Es gilt, ein wenig Abstand zu halten, damit die Füße nicht in Gefahr sind. Erst dann kommt Musik dazu, und die Partner werden auch gewechselt. „Das sah eben schon gut aus“, motiviert die Trainerin. Einige flotte Sprüche machen die Erleichterung darüber deutlich, dass es besser funktioniert als befürchtet.

Eins, zwei, drei

„Eins, zwei, drei, Cha-Cha-Cha“ ist als nächstes dran. Und sobald die ersten Klänge zu hören sind, wippen die Schultern mancher Tänzerinnen mit. Der Blickkontakt der Teilnehmer mit ihrem Partner wird intensiver. Man muss sich auf die Schrittfolgen konzentrieren. Schließlich will man niemandem auf die Füße treten.

Zwei Tänze sind nach der ersten Unterrichtsstunde schon gelernt. Von Minute zu Minute klappt es besser. Langsamer Walzer und Cha-Cha-Cha. Die Stunde ist wie im Fluge vergangen. Manch einer lächelt erleichtert. Andere würden gern noch weitertanzen. Spaß hat es aber allen gemacht und niemand hat einen dicken Zeh oder Schrammen davongetragen. Vielleicht wird bis zur nächsten Tanzstunde zu Hause noch ein wenig geübt. Kommen werden wohl alle gern wieder. Wer noch Lust hat, mitzutanzen, kann sich bei Eduard Bromma telefonisch unter (0 61 42) 7 27 11 anmelden.

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