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Für den ersten Weihnachtshofflohmarkt suchen Stefan und Ailine Linz Mitstreiter. Mit Weihnachtsmann und umgebauten Spaß-Rollator will der Organisator durch Nauheim fahren.

Weihnachtsflohmarkt

Ein Team für ungewöhnliche Ideen

Vor einigen Jahren war Nauheim kreisweit Vorreiter mit einem Hofflohmarkt. Jetzt gibt es wieder eine Premiere: Erstmals wird ein Weihnachtshofflohmarkt veranstaltet.

„Weihnachten im Hof“ lautet das Motto des ersten Weihnachtshofflohmarkts in Nauheim. Organisator Stefan Linz hat für die neue Veranstaltung, für die er spontan Mitstreiter gefunden hat, kein Vorbild. Als Privatmann will er mit seinem Novum nicht nur für ein schönes Ambiente sorgen, er verfolgt auch einen sozialen Zweck.

Der Weihnachtshofflohmarkt soll am Samstag, 8. Dezember, von 12 bis 18 Uhr in möglichst vielen Höfen in ganz Nauheim stattfinden. Mitmachen könne jeder, der bereit ist, seinen Hof zu öffnen und dort eine kleine, vorweihnachtliche Party zu veranstalten. „Das ist nicht viel Aufwand“, sagt Linz, der selbstverständlich auch sein Hoftor in der Weingartenstraße 3 sperrangelweit öffnen will und sich über jeden Gast freut.

Er will Nauheim „in eine weihnachtliche Stimmung versetzen“. Und zwar nicht nur das Areal rund um den Brunnen im Atrium, wie beim Weihnachtsmarkt von Gewerbeverein und Vereinsring am ersten Adventswochenende. „Nein, am besten ganz Nauheim“, betont Linz. In der Weingartenstraße kenne er bereits fünf Höfe, die mitmachen. Kurz nach Bekanntgabe seiner Idee über Facebook und Mundpropaganda hätten sich schon 15 Teilnehmer gemeldet. Darunter auch Kindergärten. Willkommen seien auch Vereine, die in einigen der Höfe unterkommen können.

Ein bisschen selbstgebackenen Kuchen, Plätzchen, Glühwein und Getränke für die Kinder, dazu noch eine schöne Dekoration – mehr sei eigentlich nicht nötig, regt Linz an. Er plane allerdings noch einen Clou: Weil es keine Teilnahmegebühr gebe, wünscht er sich, dass die Teilnehmer ein kleines Geschenk für ein Kind weihnachtlich einpacken. Für welche Kinder das Geschenk ab besten geeignet ist, soll durch eine Altersangabe gekennzeichnet werden. Die Präsente wolle Linz einsammeln und an einen Kindergarten oder ein Kinderwohnheim übergeben.

Daneben biete es sich bei einem Flohmarkt vor Weihnachten an, das eine oder andere Geschenk günstig zu erwerben. Das sei gerade für Familien ideal, die etwas kreatives für den kleinen Geldbeutel suchten.

Dass es eine vergleichbare Aktion schon gebe, sei ihm nicht bekannt. Auf die Idee gekommen ist er über den Hofflohmarkt, der in diesem Jahr zum fünften Mal in Alt-Nauheim veranstaltet wurde. Der Übersichtlichkeit allerdings nur in den Straßen von Alt-Nauheim. Linz, seine Frau Ailine und ihr Kind wohnen in der Weingartenstraße nicht mal einen Steinwurf entfernt, liegen aber vom Gebiet her außerhalb. Die Idee finde er aber gut, und verbunden mit sozialem Engagement biete sich so etwas an Weihnachten für ganz Nauheim an, bekräftigt er.

Linz hat schon mehrfach bewiesen, dass er es versteht, mit Gleichgesinnten ungewöhnliche Aktionen aufzuziehen. Er ist Präsident des internationalen Rollatortreffens, zu dem Fans fantasievoll umgebauter Gehhilfen zusammenkommen. Linz setzt sich aber ebenso ein, um politisch oder gesellschaftlich etwas zu bewegen. Mit Nachdruck hatten sich die Rollatorenfreunde beispielsweise im Mai 2016 für einen Zebrastreifen in der Königstädter Straße engagiert.

Seinen Präsidenten-Rollator will Linz beim Weihnachtshofflohmarkt einsetzen. „Da kommt ein großer, aufblasbarer Weihnachtsmann drauf“, verspricht er. Damit wolle er dann den einen oder anderen geöffneten Hof anrollen und zusätzlich für Stimmung sorgen.

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