Grünpflege

Am Theater und Rugbyring müssen etwa 50 Bäume gefällt werden

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Viele Bäume am Theater und am benachbarten Rugbyring stehen nicht mehr sicher. Ab Mittwoch werden sie gefällt.

Auf den ersten Blick ist es oft nicht zu sehen. Doch der Zahn der Zeit nagt an ihnen – mal an der Wurzel, mal am Stamm. In jedem Fall sind die Schäden groß. Ungefähr 50 Bäume auf dem Vorplatz des Theaters und auf dem Grünstreifen des angrenzenden Rugbyrings müssen gefällt werden. Überwiegend handelt es sich um Linden und Robinien, die nicht mehr sicher genug stehen.

Ab kommenden Mittwoch wollen die Mitarbeiter des Städteservices Raunheim Rüsselsheim ihnen mit Kettensäge und Co. zu Leibe rücken. Beschäftigt sein werden sie damit voraussichtlich etwa eine Woche. Der Verkehr auf dem Rugbyring soll in dieser Zeit kaum beeinträchtigt werden. „Wir sperren nur eine Fahrbahn und auch immer an der Stelle, wo gerade gefällt wird“, verspricht Tanja Kilp, Bereichsleiterin Logistik beim Städteservice.

Auf dem Theater-Vorplatz sollen vier bis sechs Wochen nach dem Ende der Fäll-Aktion bereits neu gepflanzte Bäume der gleichen Art stehen. Auf dem Grünstreifen des Rugbyrings gestaltet sich die Situation deutlich schwieriger.

Zum einen, weil unter den Wurzeln Versorgungskabel entlanglaufen, die Probleme machen könnten. Zum anderen, weil neue Richtlinien auf dem Grünstreifen mehr Platz pro Baum vorsehen. Die gefällten Bäume eins zu eins zu ersetzen, ist somit nicht möglich. „Die Wurzeln wären sonst auch in fünf bis zehn Jahren wieder kaputt“, erläutert Kilp.

Auch welche Baumarten auf dem Grünstreifen gepflanzt werden, ist offen. Linden und Robinien sollen es eher nicht werden.

Jens Will, Leiter des Städteservices, gab bereits in der Sitzung des Verwaltungsrates am Mittwoch zu bedenken, dass die aktuell gepflanzten Bäume aufgrund des Klimawandels nicht mehr in hiesige Gefilde passen. „Die Trockenperioden gibt es nicht mehr so wie noch vor einigen Jahren“, argumentierte der Städteservice-Chef. Dies sei ein Problem, was die mit der Grünpflege Betrauten langfristig beschäftigen werde.

Dazu kommen Schädlinge wie der Bunte Eschenbastkäfer, deren neue Generationen normalerweise zwischen Juli und August auftreten. Aufgrund des milderen Klimas könnte sich der Zeitraum künftig bis in den Herbst verlagern.

Auf dem Raunheimer Regionalparkweg hat der Käfer kürzlich großen Schaden angerichtet. 32 Bäume, die von ihm befallen waren, mussten dort gefällt werden. „Die waren nicht mehr zu retten. Wir prüfen gerade, welche Bäume möglicherweise noch betroffen sind und gefällt werden müssen“, berichtete der Raunheimer Bürgermeister Thomas Jühe (SPD) in der jüngsten Verwaltungsrats-Sitzung.

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