Fest der „Die Trewwerer Bunte Hunde“

Thema Giftköder trübte die Feier

„Die Trewwerer Bunte Hunde“ haben ihren traditionellen Funzelabend bei Kerzenschein und mit deftigem Essen gefeiert. Gedämpft wurde die Stimmung von der Giftköderproblematik, die auch an diesem Abend mal wieder Thema war.

Nomen war am Samstagabend bei den „Trewwerer Bunten Hunden“ tatsächlich auch Omen. Der Abend im Vereinshaus der Bunten Hunde stand ganz im Zeichen der Funzel – also der Kerze.

Nachdem die meisten Gäste eingetroffen waren, wurde das elektrische Licht abgeschaltet, und die Hundefreunde feierten im Schein von Kerzen und Laternen. Dekoriert war das Vereinsheim zudem ganz im Hinblick auf Halloween mit Skeletten, Kürbissen und Eulen. Einige waren auch stilecht im Grusel-Kostüm aufgetaucht.

Für das leibliche Wohl sorgten Krusten- und Rollbraten mit Kraut und Klößen, für die musikalische Untermalung das Duo „Saitensprung“, alias René Mohrs und Wolfgang Becker, die Hits wie Helene Fischers „Atemlos“ oder „An Tagen wie diesen“ von den Toten Hosen zum Besten gaben. Darüber freuten sich Mensch und Tier. Denn die geliebten Vierbeiner durften natürlich mitfeiern.

So war es nicht verwunderlich, dass auch über das aktuell akute Thema der Giftköder gesprochen wurde. Denn erst kürzlich wurden wieder vergiftete Wurstköder in Ginsheim gefunden, die bei Hundefreunden in der Region für Aufregung gesorgt hatten.

„Wer diese Menschen sind, die so etwas machen, kann man nicht vorhersehen“, zeigte sich die Vereinsvorsitzende Thorina Abendroth dann doch sehr besorgt. Sie vermutet, die Menschen, die Köder auslegen, hätten vielleicht Angst vor Hunden, seien von ihren Hinterlassenschaften genervt, die nicht jeder Besitzer immer wegmache oder hassten schlicht und einfach die Tiere. „Wir wissen es nicht. Um unsere Tiere zu schützen, bieten wir Giftköder-Trainings an“, berichtete Abendroth in diesem Zusammenhang.

Dabei werde den Tieren antrainiert, das Fressen nur aus der Hand von Frauchen oder Herrchen zu nehmen. Vor der Annahme durch den Hund oder der Ausgabe des Essens durch den Menschen müsse zudem immer erst ein Blickkontakt zwischen Mensch und Tier bestehen.

„Wenn die Besitzer das Training konsequent durchziehen, werden die Tiere nichts essen, was auf der Straße herumliegt und auch kein Essen von Fremden annehmen“, erläuterte die Vereinsvorsitzende die Vorgehensweise. Neben dem Training gegen Giftköder bietet der Verein zum Beispiel auch Leinentraining, Workshops zu Fotoshootings mit Hunden und hundegerechter Homöopathie an.

„Am 27. November wird im Vereinsheim ein kleiner Weihnachtsmarkt mit Mischlingsschau stattfinden“, kündigte Abendroth die Planung für die kommenden Wochen an. Da werden dann die Vierbeiner, die nicht reinrassig sind, allen Anwesenden zeigen, dass sie mit ihren Kollegen mit Stammbaum ohne Weiteres mithalten können.

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