Paten gesucht

Tierheim bietet am Tag der offenen Tür Einblick hinter die Kulissen

Das Marianne-Friebe-Tierheim hatte zum Tag der offenen Tür eingeladen. Dabei konnten sich die Besucher über die Hundeausführer oder über Patenschaften informieren. Der eine oder andere Bewohner des Heims fand sogar ein neues zu Hause.

Vor ein paar Wochen gab es im Marianne Friebe Tierheim in Rüsselsheim einige Neuzugänge. Dazu gehörten Jack und Dolly, ein Yorkshire- und Jack-Russell-Terrier-Pärchen. Die beiden waren jahrelang in einem dunklen Keller gehalten worden und waren zunächst sehr scheu. Inzwischen konnten die Mitarbeiter des Tierheims die beiden Hunde an Menschen gewöhnen, und besonders Dolly blüht gerade erst richtig auf. Auch Jack gewöhnt sich langsam an die sichere Umgebung, traut sich aber noch nicht so recht und schaut nur vorsichtig um die Ecke, als Elke Zizibin den beiden einen Besuch abstattet.

Sie ist ehrenamtlich im Verein aktiv. Die Pensionärin möchte ihre Zeit sinnvoll nutzen. Deshalb sei sie Hundeausführerin geworden, erzählt sie. Außerdem hat sie einen Hund aus dem Tierheim aufgenommen. Wer allerdings weniger Zeit habe und das Tierheim dennoch unterstützen wolle, könne auch eine Patenschaft übernehmen sagt sie.

Die Vorsitzende des Tierschutzvereins Claudia Vietmeier-Kemmler erklärt, wie wichtig diese Patenschaften für das Tierheim seien. Häufig würden Tiere im Heim abgegeben, die besondere Pflege brauchen, zum Beispiel nach einem Unfall. Die besondere medizinische Versorgung solcher Schützlinge sei aber sehr kostenaufwendig. Wer das Tierheim und seine Arbeit unterstützen möchte, könne daher eine solche Patenschaft übernehmen. Der Beitrag liegt bei mindestens sechs Euro im Monat.

Jeder Pate kann dann selbst entscheiden, in welchem Bereich er Unterstützung leisten möchte. Dabei kann er sich unter anderem zwischen einer Futter-Patenschaft, einer Impf-Patenschaft oder, gerade jetzt auch im Herbst wieder sehr aktuell, einer Igel-Patenschaft entscheiden. Schwierig sei es, wenn jemand für ein Tier gesondert eine Patenschaft übernehmen möchte. Elke Zizibin erklärt, dass dies nicht umsetzbar sei, da sonst manch andere Tiere kaum zum Zug kommen würden. Es sei wichtig, dass das Geld frei an den Stellen, die besonderen Bedarf hätten, eingesetzt werden kann. Sie regt auch an, dass solche Patenschaften ein schönes Geschenk seien.

Doch nicht nur Hunde wie Jack und Dolly brauchen eine besondere Betreuung. Auch die Katzen im Tierheim sind auf Unterstützung angewiesen, zum Beispiel mit Patenschaften. Denn häufig würden Katzen nach Unfällen gefunden und im Tierheim abgegeben. Verletzte Tiere müssten häufig in der Klinik operiert werden, was sehr kostspielig sei. Die Klinik operiere jedoch meist gar nicht erst, wenn nicht vorher geklärt ist, wer die Kosten übernimmt. Dann springt das Tierheim ein.

Doch auch die Samtpfoten, die im Heim sind, brauchen teilweise intensive Betreuung. So wie ein Kätzchen, das aus einer Regentonne gerettet wurde und nun von den Mitarbeitern des Katzenhauses wieder aufgepäppelt wird.

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