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Artgerechte Nisthilfen und Futterstellen präsentieren Frank Frambach und Veronika Greiner in der Ausstellung ?Über und unter den Dächern ? Vögel in der Stadt?.

Ausstellung

Über und unter den Dächern

Die neue Ausstellung des Fachbereichs Umwelt der Stadt befasst sich mit den gefiederten Stadtbewohnern: „Über und unter den Dächern – Vögel in der Stadt“ ist bis Mitte April im Umweltbüro zu sehen und bietet interessante Informationen.

Fast schon rührend kümmert sich der Mensch um die in seiner Stadt lebenden Vögel: Er stellt ihnen kleine Häuschen hin. Er baut ganz individuelle Nisthilfen, die er meist sogar regelmäßig reinigt. Der Mensch hängt im Winter nahrhaftes Futter in die ansonsten kahlen Hecken und freut sich, wenn im Garten der Nachwuchs piepst. Eine Ausnahme stellen die Tauben dar. Denn die mag so gut wie keiner.

„Der Mensch hat den Vögeln, aber auch den Fledermäusen in den vergangenen Jahrzehnten mehr und mehr den Lebensraum genommen“, erläutert die städtische Umweltberaterin und Umweltpädagogin Veronika Greiner. Daher gehöre es zur Pflicht des Stadtmenschen, sich um seine gefiederten „Mitbürger“ zu kümmern. Doch dabei sollte man einiges beachten.

Darüber gibt im Umweltbüro der Stadt die Ausstellung „Über und unter den Dächern – Vögel in der Stadt“ Auskunft. Dort stehen beispielsweise aktuelle und sinnvolle Modelle von Nisthilfen, etwa für den Mauersegler, dessen große Behausung nur ein kleines Schlupfloch aufweist. „Am wichtigsten ist aber, dass man diese Nisthilfe möglichst hoch hängt“, erläutert Veronika Greiner. „Denn ein Mauersegler braucht mehrere Meter Höhe, von der er sich für seinen Flug herabstürzen kann.“

 

Eine artgerechte Unterkunft

für Fledermäuse

zeigt die Ausstellung ebenfalls. Da es diese possierlichen Tierchen vorziehen, im Hängen zu ruhen, muss das Innere des Häuschens entsprechend ausgestattet sein. Der Mensch würde ja auch nicht in eine Wohnung ziehen, die völlig leer oder mit zwei Meter hohen Stühlen und Tischen ausgestattet ist. Broschüren geben zudem wertvolle Tipps, damit sich Meisen, Spatzen, Mauersegler, Turmfalken und die vielen anderen Vögel im städtischen Umfeld des Menschen wohlfühlen und im Winter richtig gefüttert werden. Dabei wird geraten, bei Sanierungen von Gebäuden auch an die Vögel zu denken. „Denn ist erst einmal alles schön saniert, sind in der Regel auch die für die Vögel optimalen Ritzen, Spalten und Löcher verschwunden“, weiß die Fachfrau.

Die Ausstellung zeigt auch ein Beispiel für tierische Hausbesetzung: Denn in Nistkästen nisten sich gerne Wespen ein. Diese spätsommerlichen Plagegeister mag zwar keiner, doch Veronika Greiner appelliert, sie nicht auszumerzen, weil sie als Nützlinge zum Ökosystem dazugehören. „Abgesehen von der Königin sterben sämtliche Wespen sowieso im Herbst. Die Natur sorgt also selbst für das Verschwinden.“

Die Ausstellung „Über und unter den Dächern – Vögel in der Stadt“ ist bis 15. April im Umweltbüro, Mainzer Straße 7, zu sehen: montags bis freitags von 8 bis 12 Uhr sowie donnerstags von 16 bis 18 Uhr. rke

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