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Umfrage: Das sagen die Raunheimer

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Werner Milschewsky
Werner Milschewsky © Carmen Erlenbach

Die Kerb ist umgezogen – und alles ist neu. Das ECHO hat sich auf dem Festplatz umgehört. Besucher und Organisatoren sind sich einig: Das neue Gelände im Airport Garden ist ideal.

Mit dem neuen Festplatz hat sich vieles geändert. Vorbei die drangvolle Enge in der Mainzer Straße, wo die Kerbebesucher mehrere Ebenen zu überwinden hatten, wenn sie in das Zelt oder in das Weindorf wollten und wo die Fahrgeschäfte die gesamte Breite der Mainzer Straße einnahmen. Auf der schmalen Straße im Weindorf herrschte so dichtes Gedränge, dass abends kein Durchkommen war, vor und hinter dem Festzelt war kaum Platz. Das Kerweteam wusste oft nicht, wohin mit den Getränkekisten.

Auf dem neuen Areal ist das nun anders. Es ist ein schön angelegter Platz vor historischer Kulisse der alten Ihm-Gebäude, ein weitläufiges Ambiente und vor allem noch Entwicklungspotenzial für die Zukunft.

Kritiker hatten zuvor befürchtet „da draußen“ sei nichts los, weil die Leute den Weg dorthin scheuten. Doch das Gegenteil war an diesem Wochenende der Fall. Es herrschte mehr Betrieb als auf der Rüsselsheimer Kerb und ein Andrang, wie ihn die Raunheimer Kerb seit Jahren nicht mehr erlebt hat.

„Das ist der schönste Platz, den die Raunheimer Kerb bisher hatte“, schwärmte „Schnippeler“ Karl Eisenacher. Besser hätte man es nicht machen können. Nur das Weindorf könnte noch ein wenig näher rücken und auch wieder etwas größer werden. Auch die anderen Stände könne man noch etwas enger zusammenstellen.

Wohl wegen des neuen Platzes hatten Weinstandbetreiber abgesagt, weil sie Umsatzeinbußen befürchten. Eisenacher gehört seit Jahrzehnten zu den eifrigen Kerwebesuchern und hat auch immer wieder auf der Bühne für Stimmung gesorgt. „Alles ist hier sauber und großzügig“, sagt er. Das bekäme keine andere Kommune in der Nachbarschaft so schön hin. Er hoffe, dass der Andrang in den kommenden Jahren anhalte und die Besucher dieses Jahr nicht nur aus Neugier wegen des neuen Platzes gekommen seien.

Das Kerweteam ist ebenfalls voll des Lobes. Das Zelt konnte nach hinten etwas verlängert werden, damit weiterer Stauraum entsteht.

Seitlich des Zeltes konnten sich die Helfer sogar eine kleine Ruhezone einrichten. Bereits am Freitagabend hätte das Zelt größer sein können, denn der Andrang zum Kerweauftakt sei enorm gewesen, so Tanja Kranz, die Sprecherin des Kerweteams. Für die kommenden Jahre überlege man, ein etwas größeres Zelt zu bestellen, doch ganz groß soll es auch nicht werden. „Lieber Gedränge in einem kleineren Zelt, als viele leere Bänke in einem großen.“ Das schöne Ambiente sei besonders lobenswert. Ihr sei bisher keine Kritik zu Ohren gekommen, weder von Besuchern noch von den Schaustellern.

Der frühere Stadtverordnetenvorsteher Werner Milschewsky ließ sich an einem Weinstand einen guten Tropfen schmecken und schwärmte von dem Ambiente. Man trete sich nicht gegenseitig auf die Füße, trotzdem sei es schön und gemütlich.

Hartmann zieht nach der Kerb Bilanz

Ordnungsamtsleiter Oliver Hartmann, der für den Ablauf der Kerb verantwortlich ist, will nach der Kerb ausloten, ob es an der einen oder anderen Stelle noch etwas Optimierungsbedarf gibt. Womöglich könne man die Stände noch anders stellen. Er wolle sich mit allen Beteiligten zusammensetzen und nach der Kerb eine Bilanz ziehen. Er habe sich bemüht, noch ein Riesenrad nach Raunheim zu bekommen, was wegen der vielen anderen Märkte zu gleichen Zeit aber nicht gelungen sei. Für nächstes Jahr wolle er ein Hochfahrgeschäft nach Raunheim holen, damit die Besucher sich den Platz auch mal von oben anschauen könnten.

Klaus Winzenburg ist voll des Lobes für die neue Kerb, vor allem wegen des weitläufigen Geländes. Ihm waren jedoch zu wenig Weinstände auf der Kerb. Zudem wünschte er sich mehr Sitzgelegenheiten rund um die Stände, die man im kommenden Jahr noch etwas näher am Kerwezelt platzieren solle.

Walter Draisbach, früher Vereinsurgestein in Raunheim, findet den Platz sehr angenehm. Auch er wünscht sich ein Riesenrad, damit er das neue Raunheim einmal von oben betrachten könnte.

Etwas Kritik gab es am späten Abend wegen der Live-Musik im Zelt. Viele Besucher fanden sie zu laut. Etwas leiser hätte es auch getan, dann hätte man sich auf dem Kerweplatz auch noch unterhalten können, meinten einige. tami

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