Katze Cleo und Kater Carlos (von links) geht es gut. Die beiden Lieblinge von Melissa Reimann haben ihre Verletzungen durch Schüsse mit dem Luftgewehr überstanden.
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Katze Cleo und Kater Carlos (von links) geht es gut. Die beiden Lieblinge von Melissa Reimann haben ihre Verletzungen durch Schüsse mit dem Luftgewehr überstanden.

Nauheimerin Melissa Reimann fürchtet um ihre Stubentiger

Unbekannter schießt mit Luftgewehr auf Katzen

Womöglich gibt es in der Weingartenstraße oder im näheren Umfeld einen Katzenhasser. Diesen Schluss lässt eine erneute Verletzung einer Katze zu, die schon früher dreimal mit Schüssen aus einem Luftgewehr getroffen wurde.

Cleo geht es wieder gut. Auch Carlos erfreut sich seines Lebens. Die Katze und der Kater, beide drei Jahre alt, haben perfide Anschläge überlebt. „Irgendjemand in unserer Nachbarschaft schießt auf Katzen“, sagt die Halterin. Ende September verletzte ein Projektil Katzendame Cleo. Der eigentlich anhängliche Stubentiger zog sich zurück, wie Melissa Reimann erzählt. Bald darauf wusste die junge Frau, was passiert war.

Die in Nauheim ansässige Tierärztin Andrea Clemm untersuchte das verletzte Tier am Rücken, wo Melissa Reimann die Wunde entdeckt hatte. Schnell erkannte die Expertin, was los war – eine Schussverletzung. Anschließend wurde Cleo geröntgt. Andrea Clemm fand noch drei weitere Projektile im Körper der Katze. Diese stammten von älteren Angriffen auf das Tier.

Spätestens jetzt läuteten bei Melissa Reimann alle Alarmglocken. Denn Carlos hatte es schon vor einem Jahr erwischt. Der Kater war damals etwa drei Wochen verschwunden. Abgemagert tauchte er doch wieder auf. In einer Tierklinik wurde dann das Projektil entdeckt, das Carlos getroffen hatte.

„Ich habe damals nicht gedacht, dass das hier in unserer Nachbarschaft passiert sein könnte“, erzählt Melissa Reimann, die – von der Bahnhofstraße kommend – im vorderen Bereich der Weingartenstraße wohnt. Aber die Angriffe auf Cleo gaben ihr die traurige Gewissheit, denn die Katze streune nicht weit rum und bleibe stets in Hörweite.

Jetzt, da ihre zutraulichen Schmusetiger wohlauf sind, liegt es der Halterin am Herzen, die Bewohner der Umgebung zu warnen. Nachdem sie die Polizei eingeschaltet und Anzeige erstattet hat, macht Reimann nun mit Flugblättern auf die Gefahr aufmerksam. Darin betont sie, dass „wiederholt mit einem Luftgewehr auf eine unserer Katze geschossen“ wurde.

Melissa Reimann wendet sich direkt an den „Katzenhasser“, wie sie es ausdrückt. „Schäm Dich“, schreibt sie. „Stell Dir vor, jemand schießt auf eines Deiner Familienmitglieder. Nicht so schön, oder? Denk mal über Dein Verhalten nach und ob Du diese Art von Mensch wirklich sein möchtest. Irgendwann werden Deine Taten Dich einholen“, prophezeit sie ihm.

Zur Abschreckung hat sie in den Flugblättern auf Paragraf 17 des Tierschutzgesetzes hingewiesen, in dem es heißt, dass das Töten und Verletzen von Tieren eine Straftat ist und mit einer Freiheitsstrafe bis zur drei Jahren oder mit einer Geldstrafe geahndet werden kann.

Melissa Reimann bittet die Bürger um Hilfe. Wem etwas aufgefallen ist oder weiß, dass im Umfeld jemand ein Luftgewehr besitzt, kann sich bei ihr unter (0 61 52) 6 69 38 49 melden. „Wir möchten alles versuchen, damit auch andere Tierbesitzer nicht um ihre Lieblinge bangen müssen, denn bei Tierquälerei hört der Spaß auf“, betont sie.

Die Halterin hofft, dass der Täter erwischt wird, aber das sei, so schlimm es klinge, womöglich nur auf frischer Tat möglich. Die Polizei werde der Weingartenstraße bei ihren Streifen sicherlich mehr Aufmerksamkeit schenken. Denn es sei nicht auszudenken, sagt Melissa Reimann, „wie sich das entwickelt und am Ende auch auf Menschen geschossen wird“.

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