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Vater und Sohn sammeln für Afrika

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Justin Zongo ist zurück: Der als singende Busfahrer bekannt gewordene Ivorer ruft erneut zur Sachspende für Kinder in Burkina Faso auf.

„Wir machen den Lkw voll!“, ist sich Justin Zongo sicher. Der als singende Busfahrer der Rüsselsheimer Stadtwerke bekannt gewordene Mann von der Elfenbeinküste lächelt breit und zeigt stolz den Artikel einer burkinischen Zeitung vor. „Justin Zongo fait parler son c?ur“ steht dort in der Amtssprache Französisch: „Justin Zongo lässt sein Herz sprechen“. Daneben ist ein Bild zu sehen, das den 49-Jährigen mit der Leiterin des Zentrums für Kinder in Not in Koudougou, einem Dorf im Herzen Burkina Fasos, zeigt.

Spenden für die Ärmsten

Mittlerweile arbeitet Zongo nicht mehr für die Stadtwerke, ist aber nach wie vor sozial engagiert. Einen Teil der Einnahmen, die er durch öffentliche Auftritte hat, spendet er, außerdem hat er die Organisation „Association Zongos Hilfe Kinder Verein“ gegründet.

Im letzten Jahr brachte er erstmals verschiedene Sachspenden – vor allem Kleidung und Spielsachen, aber auch zwei Säcke Reis – in das Herkunftsland seiner Eltern. Er selbst ist zwar Ivorer, aber Burkina Faso liege ihm am Herzen. Dafür möchte er jetzt erneut sammeln und die Rüsselsheimer Bürger mobilisieren. Am 3. März werden er, sein Sohn Stephane und seine Lebensgefährtin mit einem Lkw auf dem Landungsplatz halt machen. Von morgens bis nachmittags sollen Interessierte Kleidung, Haushaltstextilien, Spielzeug, Schuhe und Matratzen vorbeibringen.

„Natürlich gucken wir die Spenden noch mal durch. Wir nehmen alles mit, was brauchbar ist“, sagt Zongo. Sobald der Laster voll ist, wird er nach Antwerpen gefahren und von dort nach Afrika verschifft. Im ghanaischen Tema wird die Fracht dann wieder auf einen Lkw verladen und auf den Weg nach Koudougou gebracht.

„Wir sind fast zwei Tage unterwegs“, erzählt er. „Die Re- aktion der Kinder war wirklich toll letztes Mal. Mit Geld können sie dort nichts anfangen“, so Zongo. Sachspenden seien mehr wert, sie würden sofort etwas nützen. „Ich bringe das, was wirklich hilft“, weiß Justin Zongo.

Regelmäßige Aktion

Gerne würde er die Aktion ab jetzt regelmäßig machen, etwa dreimal im Jahr. „Vor Weihnachten natürlich noch mal, damit die Kinder beschert werden.“ Burkina Faso sei zum Glück mittlerweile ein ruhiges Land, nur „sehr arm“. Eine langfristige Unterstützung ist ihm deshalb besonders wichtig.

„Ich möchte, dass mein Sohn Stephane das Projekt irgendwann weiterführen kann“, sagt er. Deshalb ist der 30-Jährige von der Elfenbeinküste nach Rüsselsheim gekommen, um das Projekt miterleben zu können.

Am Spendentag selbst hofft Zongo dann auf viele Beteiligte. Selbstverständlich wird er es sich nicht nehmen lassen, seinem Ruf alle Ehre zu machen: „Ich bin natürlich selbst vor Ort, ein bisschen Entertainment bieten“, sagt er. „Wie immer!“

auf dem Landungsplatz läuft am Samstag, 3. März, von 10 bis voraussichtlich 15 Uhr. Interessierte können sich auch nach dem 3. März unter (01 63) 4 94 74 76 oder unter justinjay@arcor.de mit Spendenanliegen an Justin Zongo wenden.

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