Die Urkunde für den Nachwuchsmusiker gab es aus der Hand von Dennis Grieser (links). FOTO: schneider
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Die Urkunde für den Nachwuchsmusiker gab es aus der Hand von Dennis Grieser (links).

Kultur

Vorbildlich unterstützt

  • VonPeter Wolfgang Fritz Schneider
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Rüsselsheimer Musiker Maximilian Scharpenberg erhält Stipendiumsurkunde der Stadt

Rüsselsheim -Schon 2019 hatte Maximilian Scharpenberg das Förderstipendiat der Stadt Rüsselsheim erhalten, das im Covid-Jahr 2020 nicht vergeben wurde, doch umständehalber ging die Urkundenverleihung mit dem Preisträgerkonzert erst jetzt im Adamshof über die Bühne. Vor einem vorwiegend jungen Publikum, natürlich waren viele Mitschüler des Max-Planck-Gymnasiums anwesend, aber auch etliche Rüsselsheimer Politikgrößen, legte zu Beginn Bürgermeister und Kulturdezernent Dennis Grieser (Grüne) ein nachdrückliches Bekenntnis zur Kulturförderung ab.

"Wir leben in harten Zeiten für Kulturschaffende. Deshalb ist es umso wichtiger, für Hoffnungsschimmer zu sorgen. Wir stellen hohe Ansprüche an das Stipendium, denn seine Kernaufgabe ist, den Weg in einen künstlerischen Beruf zu fördern", so Grieser. Es sei gerade in diesen Zeiten eine mutige Entscheidung, Berufsmusiker zu werden. "Und bei Maximilian Scharpenberg ist Talent und Fokus gleichermaßen zu erkennen."

Laudatorin und Musiklehrerin Bianca Heintze wusste über den 28. Förderstipendiaten der Stadt ebenfalls nur Positives zu berichten: "Wir sind stolz auf die erfolgreiche Prägung von musikalischem Potenzial an unserer Schule."

Maximilian Scharpenberg habe alle Fähigkeiten und Werte für eine Karriere zum erfolgreichen Musiker. Seine professionelle Arbeitshaltung und pflichtbewusste, selbstkritische Sichtweise machten ihn zu einem gerngesehenen Schüler. "Doch ohne sein Elternhaus, das ihn vorbildlich unterstützt, und seine Freunde und Förderer wäre das alles nicht möglich gewesen", sagte Heintze.

Der Stipendiat, der schon im Alter von sieben Jahren das Schlagzeugspielen begann und Stationen wie die Musikschule, das Jugendorchester und den Shooting-Star-Wettbewerb im "Rind" durchlaufen hat, dankte in seiner Rede vielen Wegbegleitern.

Zeigen, was er gelernt hat

Sein langjähriger Schlagzeuglehrer Thorsten Breckheimer, die Stadt Rüsselsheim, sein Vater Frank und seine Bandkollegen wurden besonders gewürdigt.

Nach der Urkundenverleihung durfte er mit seiner Band "Never Before" die Bühne entern und zeigen, was er gelernt hatte. Ein knackiges Rock-Programm mit vielen Coverversionen, etwa der Evergreen "Jumpin' Jack Flash" der Stones, "Personal Jesus" von Depeche Mode oder eine gnadenlos verrockte Version von Herbie Hancocks "Watermelon Man" - hier gab es Soli der Beteiligten zu hören - waren im Gepäck.

Doch es wird auch fleißig komponiert, so fanden auch drei Eigenkompositionen wie "Jump" oder "Sound Of Your Voice" den Weg auf die Bühne. Die Songs wurden druckvoll und mit Leidenschaft gespielt, Gitarrist Robin Gattnar und Bassist Joel Miwtoo ließen die Saiten glühen, mit Sarah Scheuer gibt es eine markante Stimme, und der Preisträger verband an seinem Pearl-Drumset Energie mit gutem Timing. Der frühere Sänger Fabian Lemke, den es beruflich nach Mannheim verschlagen hat, hatte bei drei Songs einen umjubelten Gastauftritt. Wird dies der nächste Musiker sein, der sich über die Grenzen der Opelstadt hinaus einen Namen machen wird? Peter Schneider

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