Eindrucksvolles Theater jenseits des Kommerzes

Vorfreude auf starke Stücke beim 23. Internationalen Kinder- und Jugendtheaterfestival

Das Stadttheater ist Mitveranstalter des 23. Internationalen Kinder- und Jugendtheaterfestivals „Starke Stücke“, das vom kommenden Donnerstag an 17 Inszenierungen an 30 Spielorten zeigt. In Rüsselsheim sind zwei hochkarätige Stücke zu erleben.

Die 23. Auflage des Theaterfestivals „Starke Stücke“ ist für die Theaterwissenschaftlerin Milena Franta (29) im Team von Kultur 123 das zweite, bei dem sie zur Programmkommission der 25 Kulturveranstalter gehörte. Das Theater Rüsselsheim indes ist unter Leitung von Karin Krömer bereits seit 2001 ins Festival involviert.

„Anhand von Videomaterial sowie durch spannenden Einblick in Proben wurde auch diesmal eine internationale Stückauswahl getroffen“, sagt Franta, die in Rüsselsheim seit 2016 für Junge Formate und Freie Produktionen des Gastspielhauses verantwortlich ist. Im Pressegespräch bezeugt sie gemeinsam mit Theaterscout Vanessa Hummel große Vorfreude aufs Festival, das am kommenden Donnerstag, 2. März, beginnt. „Wir wünschen uns jede Menge Zuschauer jeden Alters.“

Mit der Aufführung von zwei Produktionen – für Kinder ab fünf Jahren und für Erwachsene – ist Rüsselsheim vertreten. „Als Mitglied des Auswahlkomitees fürs Festival lege ich meine Hand dafür ins Feuer, dass es eindrucksvolles Theater jenseits des Kommerzes zu sehen gibt“, sagt Milena Franta.

„Außerdem bietet das Theater Festival-Workshops für Schüler und Lehrer an. In Rüsselsheim wurde das breitgefächerte Angebot von drei Kindergärten gebucht. Theaterpädagogin Heike Mayer-Netscher bereitet dabei Kinder und Erzieherinnen auf das Stück ,

Zirkus der Kuscheltiere

‘ vor, das von der Gruppe Die Pyromantiker aus Berlin am Sonntag und Montag, 5. und 6. März, bei uns gezeigt wird.“

Insgesamt laden beim Festival binnen zwei Wochen 17 hochkarätige Stücke von Ensembles aus Belgien, Frankreich, Großbritannien und anderen Nationen mit 93 Aufführungen an 30 Spielorten im Rhein-Main-Gebiet zur Theaterrundreise ein. Frankfurt bildet mit mehreren Spielorten das Zentrum.

„Mit dem Emblem des Nashorns wendet sich das Festival an Kinder ab zwei Jahren sowie an Jugendliche, an Familien und Pädagogen“, so Franta. Mit Verve wirbt sie dafür, die Inszenierung „Mile(s)tones“ zu besuchen, eine Interaktive Musikperformance der Zonzo Compagnie aus Antwerpen, die sich sowohl an Kinder wie auch an Erwachsene wendet. „Es gibt noch Karten dafür.“

Auf der Hinterbühne sei das Publikum am Dienstag – 7. März, 14 und 16 Uhr) – dicht dran am Geschehen, könne die Musiker, die mit Schlagzeug, Piano und Trompete Musik des legendären Jazzers Miles Davis spielen, selbst dirigieren oder still lauschen. „Zugleich wird auf Leinwand sowie atmosphärisch mit Licht und Klang das Leben von Davis intensiv nachvollziehbar gemacht“, führt Milena Franta aus.

Vanessa Hummel, Schülerin der Gustav-Heinemann-Schule, freut sich nicht weniger aufs Festival und gesteht, für die Welt des Theaters zu brennen – sowohl als Theaterscout wie als Darstellerin im Jungen Ensemble – zuletzt bei „Frühlingserwachen“ von Wedekind. Hummel: „Scout zu sein, heißt beim Festival, dass wir gemeinsam mit unserer Theaterpädagogin vier Aufführungen besuchen und dabei mit mehr als 30 Theaterscouts anderer Spielstätten in Kontakt stehen. Seit Oktober 2016 haben wir uns inhaltlich vorbereitet, wollen jetzt in Treffs nach den Aufführungen, bei denen teils Schauspieler und Regisseure zugegen sind, unsere Eindrücke vertiefen“, erzählt sie.

Auch Schüler von Mayer-Netschers Theater-AG der Humboldt-Schule seien auf der Festival-Rundreise zwischen Frankfurt und Bad Homburg dabei, so dass damit etwa 15 Rüsselsheimer Jugendliche auf Expertenfahrt zu den „Starken Stücken“ gehen. „Nicht nur zuschauen, sondern verstehen“, lautet das Motto der Theaterenthusiasten.

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