Kritik an geplanten Baumfällungen

Warum die Linken von der Begründung des Kettensägen-Einsatz nicht überzeugt sind

In dieser Woche soll damit begonnen werden, rund 50 Bäume am Theater und am Rugbyring zu fällen. Jetzt zeichnet sich eine Kontroverse um das Thema ab.

Die Linke/&Liste Solidarität sieht den geplanten Baumfällungen am Rugbyring und am Theater, die in dieser Woche beginnen sollen, skeptisch entgegen. „Es steht außer Frage, dass Bäume durch zunehmende Umweltbelastungen stark belastet sind und zum Teil vor dem Ende ihrer normalen Lebensdauer gefällt werden müssen. Die Begründungen durch Herrn Will und Frau Kilp von der AÖR für die neuste Massenfällung sind jedoch sehr dürftig und nicht nachzuvollziehen“, heißt es in einer Pressemitteilung der Linken.

Die Ende vergangener Woche angekündigten Baumfällungen werden mit fehlender Standsicherheit der Bäume begründet. Es handele sich vornehmlich um

Robinien und Linden

. Sie sollen durch neue Bäume ersetzt werden, welche besser an die klimatischen Bedingungen in der Stadt angepasst sein sollen.

Die angekündigten Nachpflanzungen beruhigen die Kritiker der Aktion nicht. „Auch Nachpflanzungen können nicht über die Nachteile für die Umwelt und damit für die Bürger hinwegtäuschen, zumal nur ein Teil, wegen dubioser neuer Richtlinien, ersetzt werden soll. Ein neu gesetztes Bäumchen erbringt jahrzehntelang nur einen Bruchteil dessen, was ein ausgewachsener Baum der Umwelt nutzt“, heißt es in der Pressemitteilung der Linken/Liste Solidarität.

Sie sehen die angekündigte Maßnahme in einer Reihe von Projekten in der jüngeren Vergangenheit. „Es sei nur erinnert an die Fällung der Pappelallee am Main, die politischen Auseinandersetzungen um die Bäume auf dem Gemeindeplatz, im Ostpark, am Mainufer, dem Marktplatz und an den Opelvillen. Die Forderung an die politisch Verantwortlichen müsse es sein, Bäume nur dann zu fällen wenn es unumgänglich ist. Die Kettensäge dürfe nicht prophylaktisch angeworfen werden. göc

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