+
Es geht voran: Investoren Christoph und Wolfgang Straube (li. und re.) mit Bürgermeisterin Ulrike Steinbach vor dem Wasserturm in Bischofsheim am Bahnhof.

Rund um den Bahnhof soll gebaut werden

Der Wasserturm soll bleiben

  • schließen

Rund um den Bahnhof soll gebaut werden. Waggon und Stellwerk sollen bleiben.

Jahrelang war das Areal ein Streitthema unter Bürgern und Kommunalpolitikern. Jetzt soll am und rund um den Bischofsheimer Bahnhof gebaut werden. Die Immobilienfirma Wohnen und Leben GmbH hat das rund 17 000 Quadratmeter große Gelände samt Lagerhalle, Bahnhofsgelände und Wasserturm vom Vorbesitzer Aurelis, einer ehemaligen Bahn-Tochter, gekauft. Wenn Denkmalschutzbehörde und der Kreis Groß-Gerau sowie die Kommunalpolitiker ihre Zustimmung erteilen, kann dort gebaut werden.

Entstehen sollen 14 Reihenhäuser, 40 Eigentumswohnungen sowie Studentenappartements. Der alte Bahnhof wird saniert, der Wasserturm erhalten, und auch das Stellwerk wird renoviert und mit eingebunden in die Planungen. Somit soll ein kleines, neues Wohngebiet rund um den Bahnhof entstehen.

„Ich bin stolz darauf, dass das Gelände jetzt entwickelt wird“, betonte Bürgermeisterin Ulrike Steinbach (SPD) bei einer Begehung des Grundstücks am Dienstag. Die Firma Wohnen und Leben mit Geschäftsführer Christoph Straube habe ein hervorragendes Konzept vorgelegt. Das sei auch im Hinblick auf ein Plakat der Freien Wähler zur Kommunalwahl ein gutes Zeichen. Diese werben derzeit mit einem Bild des Wasserturms und dem Slogan „Nächster Abriss? Nein, danke!“. „Es ist keine Frage, dass der Wasserturm stehen bleibt“, betonte Straube. Auch das Stellwerk und der alte Waggon sollen bleiben. Die Wohnungen im alten Bahnhof – Baujahr 1850 – sind bereits fast fertig saniert, im Sommer wird die Fassade gemacht.

„Das einzige Manko ist derzeit noch der Anbau des Bahnhofs“, so Straube. Der gehört der Bahn – und die will nicht verkaufen, da sie dort noch ihre Technik untergebracht hat. Die zu verlagern würde rund 60 000 Euro kosten. Straube will aber dran bleiben, um das Bahnhofsareal vielleicht doch als ganzes renovieren zu können.

„Wir haben einen hohen bedarf an Wohnungen in Bichofsheim. Der Druck ist groß“, erklärte Bürgermeisterin Steinbach. Daher sollen, laut Christoph Straube, auf dem Areal auch keine Luxuswohnungen entstehen, sondern solche, die sich die „normalen Bürger“ auch leisten können. Auch im Wasserturm könnte vielleicht eine Wohnung untergebracht werden, im unteren Teil des Bahnhofs eine Arztpraxis. Einen konkreten Preisrahmen für die Wohnungen konnten die Immobilienentwickler indes noch nicht nennen.

Zusätzlich will die Firma Wohnen und Leben Bischofsheim mit 500 000 Euro unterstützen, um im Zusammenhang mit der Entwicklung des Areals etwa zusätzliche Kindergartenplätze zu schaffen. Insgesamt wird die Immobilienfirma zunächst rund zehn Millionen Euro investieren. Wenn Planungsrecht geschaffen wurde, soll es losgehen. Ein genauer Starttermin steht aber noch nicht fest.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare