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Wehr entzündet das Feuer

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Nach Einbruch der Dunkelheit

 brennt es endlich: das Sommerfeuer der Ginsheimer Stadtteilwehr.
Nach Einbruch der Dunkelheit brennt es endlich: das Sommerfeuer der Ginsheimer Stadtteilwehr. © Keim, Ralph

Der Bauplatz des neuen Feuerwehrhauses in Ginsheim war Schauplatz des Sommerfeuers der Stadtteilwehr. Bei sommerlichen Temperaturen verfolgten die Zuschauer das heiße Spektakel.

Von Ralph Keim

Die Musiker von „Unique Voices“ zeigten musikalische Schlagfertigkeit: Kaum brannte der große Holzhaufen, spielten sie „Smoke on the Water“. Wasser, geschweige denn einen See, gibt es rund um den Bauplatz des neuen Feuerwehrhauses für die Ginsheimer Stadtteilwehr zwar nicht. Doch der Rockklassiker von „Deep Purple“ passte bestens zu dem, was sich den Zuschauern Samstagabend bot. Schnell brannte der mehrere Kubikmeter große „Scheiterhaufen“ lichterloh, und der Rauch stieg in einen Himmel, an dem sogar gerade der Vollmond aufging.

Besonders für die Kinder war das Sommerfeuer der Ginsheimer Stadtteilfeuerwehr am Samstagabend ein Erlebnis. Für sie gab es schon zu Beginn der Veranstaltung ein kleines Lagerfeuer. Die vielen Jungen und Mädchen tobten über den Bauplatz, während die Erwachsenen den auch bei Einbruch der Dunkelheit noch immer ziemlich warmen Spätsommertag genossen, zu dem das Trio „Unique Voices“ spielte.

Die Aktiven der Ginsheimer Wehr können es derweil kaum erwarten, dass es mit den Bauarbeiten für das mehr als vier Millionen Euro teure Feuerwehrhaus losgeht. Doch ein wenig müssen sie sich noch gedulden. „Der erste Spatenstich wird wohl erst im März kommenden Jahres vollzogen“, erläuterte der Ginsheimer Wehrführer Marcel Kaiser.

Danach folgen rund 14 Monate Bauzeit. Das neue Feuerwehrhaus wird wohl also im Frühsommer 2017 seiner Bestimmung übergeben, nach dann mehr als sieben Jahren Planungs- und Bauzeit.

Neues Haus mit Übungsturm

Spannend war es noch einmal vor wenigen Monaten geworden, als die politischen Gremien endgültig grünes Licht zu geben hatten. Inzwischen waren die Baukosten auf rund 4,4 Millionen Euro gestiegen. Die genauen Kosten wird die laufende Ausschreibung ergeben. Zufrieden zeigte sich Wehrführer Kaiser am Rande des Sommerfeuers darüber, dass das neue Feuerwehrhaus jetzt auch einen Übungsturm bekommt.

Nach dem Sommerfeuer der Ginsheimer Stadtteilwehr neigt sich das stadtweite „Jahr der Feuerwehr“ langsam seinem Ende entgegen. Am 21. September präsentieren beide Wehren in den Gustavsburger Burglichtspielen die Dokumentation „Feuerwehr im Report“. Beginn ist um 20 Uhr. Am 27. September lädt die Gustavsburger Wehr zum Familienfest ein, das um 11 Uhr am Gerätehaus beginnt. Mit dem Schnupperabend – am 8. Oktober von 19 Uhr an in beiden Gerätehäusern – endet das Jahr der Feuerwehr.

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