Reitsportverein

Weihnachten hoch zu Ross

Ein buntes, weihnachtliches Programm gab es am Sonntagnachmittag in der Halle des Reitsportvereins Rüsselsheim zu bestaunen. Dabei waren die stattlichen Pferde und niedlichen Ponys nicht nur Statisten, sondern sie waren mit ihren Reitern zusammen die Hauptattraktion.

Zum zweiten Mal veranstaltete der Reitsportverein Rüsselsheim (RSVR) seine Weihnachtsfeier in Kombination mit einem kleinen Weihnachtsmarkt vor der Halle. Das berichtete die erste Vorsitzende des Vereins, Cora Rothenstein. In den Jahren zuvor wurde eher eine vereinsinterne Feier zelebriert, seit dem vergangenen Jahr sei die Veranstaltung jedoch für alle interessierten Besucher geöffnet. „Gut 250 Fremde, Freunde und Mitglieder kamen so vergangenes Jahr im Laufe des Nachmittags auf das Gelände unseres Vereins“, sagte Rothenstein. Auch in diesem Jahr erwartete sie eine ähnlich hohe Zahl an Gästen, zumal das Wetter erfreulicherweise mitspiele, so die erste Vorsitzende.

Der kleine Weihnachtsmarkt vor der Halle bestand aus den traditionelle Ständen mit Glühwein und Waffeln. Zum Verweilen hatten die Vereinsmitglieder ein Zelt mit Bänken und Tischen aufgebaut.

Nachdem der Weihnachtsmarkt gegen 12 Uhr offiziell eröffnet worden war, begann das Unterhaltungsprogramm gegen 13.30 Uhr mit einer Pas de Deux-Vorführung der beiden Dressurreiter Tonio Friedmann und Allison Streun. „Diese Darbietung hat ein sehr hohes Niveau“, betonte Rothenstein.

Die beiden Pferde hatten die Aufgabe, die Halle möglichst synchron zu durchqueren und an verabredeten Punkten immer wieder aufeinanderzutreffen. Dabei hatte der Wallach, den Streun ritt, eine wesentlich geringere Schrittlänge, als die größere Stute, auf der Friedmann saß. Also mussten die beiden Reiter ihre Pferde so lenken, dass das Aufeinandertreffen dann auch wirklich punktgenau klappte.

Auf die Darbietung der beiden erwachsenen Reiter folgten Jasmin Rakisch und Yvonne Warnke mit einer Präsentation eines Violinenduetts auf zwei Ponys. Die Besonderheit dabei war, dass Warnke eigentlich im Rollstuhl sitzt. Cora Rothenstein erklärte: „Wir haben uns die Inklusion in unserem Verein zum Motto gemacht. Fast die Hälfte unserer Reiter hat eine Behinderung.“ Aus diesem Grund besitzt der Verein sieben Therapiepferde und kooperiert mit Institutionen und Vereinen wie der Astrid-Lindgren-Schule, dem Inselhof und der Helene-Keller-Schule. „Es gibt bei uns allerdings auch viele private Reitschüler im Therpiebereich“, so Rothenstein.

Yvonne und Jasmin spielten die Weihnachtslieder „Alle Jahre wieder“ und „Morgen kommt der Weihnachtsmann“ und ernteten viel Applaus. Es folgte ein weihnachtliches Theaterstück, bei dem der mit Down-Syndrom geborene Nikita Dornhof eine Hauptrolle als Nikolaus spielte.

Selbstverständlich hatten die Ponys und Pferde auch bei dieser Aufführung wichtige Rollen inne. Einige der Tiere wurden dazu mit Hilfe von Geweihen in weihnachtliche Figuren verwandelt und traten als Rentiere auf, um dann den Nikolaus stilecht bei seiner Arbeit unterstützen zu können. Der letzte Punkt des kurzweiligen Programms war eine Ponyquadrille mit sechs Ponys, die das begeisterte Publikum mit viel Applaus bedachte.

Im Anschluss an das Unterhaltungsprogramm kamen vor allem die kleinen Gäste noch einmal richtig auf ihre Kosten, denn es konnte in der Halle auf den niedlichen Ponys geritten werden. dan

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