Blick auf eine Krippe auf dem Weihnachtsmarkt in Bauschheim im Jahr 2017. ArchivFOTO: keim
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Blick auf eine Krippe auf dem Weihnachtsmarkt in Bauschheim im Jahr 2017. ArchivFOTO: keim

Corona

Steigende Corona-Zahlen: Weihnachtsmärkte werden abgesagt

Auch in Rüsselsheim reagieren Veranstalter und Vereine auf steigende Infektionszahlen. Weihnachtsmärkte werden abgesagt.

Bauschheim - Der für das erste Adventswochenende bereits fest eingeplante Weihnachtsmarkt der Vereine wird auch in diesem Jahr Corona-bedingt abgesagt. Dies teilte Wolfgang Jung, Vorsitzender von "Für Bauschheim", am Mittwochabend (17.11.2021) mit. "Die teilnehmenden Vereine haben sich dazu angesichts der sich verschärfenden Situation entschlossen, wenngleich diese Entscheidung nicht leichtgefallen ist", bedauerte Jung. Fast gleichzeitig wurde gestern auch der Königstädter Weihnachtsmarkt abgesagt.

"Wir haben eine Verantwortung gegenüber jedem einzelnen Bürger", unterstrich der Jung. Zudem habe zuletzt wegen der ständig steigenden Inzidenzwerte die Planungssicherheit gefehlt, weswegen auch zahlreiche fest eingeplante Helfer abgesagt hätten. Bis einschließlich 2019 hatte es zwölf Mal den Bauschheimer Weihnachtsmarkt der Vereine gegeben, zuletzt mit zehn Vereinen und zehn Kreativständen.

Weihnachtsmärkte in Rüsselsheim abgesagt: Wenigstens die Beleuchtung

"Die finanziellen Auswirkungen sind noch nicht abschätzbar", so Jung weiter. Er verhehlte nicht, dass der Weihnachtsmarkt vielleicht hätte stattfinden können, wenn die Impfquote deutlich höher liegen würde. "Die Coronakrise beeinträchtigt deutlich das Vereins- und damit auch das gesellschaftliche Leben in Bauschheim." Wenigstens werde am Sonntag die Weihnachtsbeleuchtung aufgehängt, außerdem vor dem Bürgerhaus der Lichterturm aufgebaut.

Zahlreiche Geschenkideen hätte der Bauschheimer Weihnachtsmarkt geboten. Zwei davon gibt es dennoch: zum einen die Broschüre "Bauschheimer Wäldchen zwischen Chaos und Kunst" und zum anderen die vom Bauschheimer Schreiner Gerold Daum kreierte Wand-Deko "Fluti". Beides kommt Opfern zugute.

Weihnachtsmarkt in Corona-Zeiten: Königstädter "ziehen die Reißleine"

"Wie leider schon zu erwarten war, machen uns, der Gemeinschaft der Kultur- und Sportvereine Königstädten, als Veranstalter des Königstädter Weihnachtsmarktes auch in diesem Jahr die aktuellen Entwicklungen als auch die aktuellen Vorgaben die Durchführung unmöglich", teilte gestern die erste Vorsitzende Gösta Schöner mit. "Aus diesem Grund müssen wir leider bekanntgeben, dass wir den Königstädter Weihnachtsmarkt 2021 hiermit offiziell absagen."

Die pandemiebedingten Absagen und Reduzierungen hätten leider die Grenze der Durchführbarkeit überschritten. Es sei nun nicht mehr möglich, ein für die Besucher attraktives und zufriedenstellendes Angebot zusammenzustellen. Außerdem könnten aufgrund "vorsichtsbedingt wegbrechender Helferzahlen" einige Teilnehmer ihre Beteiligung nicht mehr gewährleisten. Den Schlusspunkt unter alle immer wieder angepasste Planungen hätten die in den vergangenen Tagen explodierenden Zahlen gesetzt, die keinerlei Hoffnung auf Besserung mehr zuließen.

Hohe Corona-Zahlen in Rüsselsheim: Schwerer Schlag für Besucher und Standbesitzer

Unter den aktuellen Bedingungen könne die Verantwortung für eine sichere Durchführung nicht mehr übernommen werden. Dies würde die ohnehin schon kritischen Zahlen an benötigten Helfern noch einmal in die Höhe treiben. Es sei als Veranstalter auf der Fläche am Bismarckplatz weder möglich, abzuzäunen und eine Eingangskontrolle durchzuführen, noch könne man sicherstellen, dass ausreichende Abstände und Maskenpflicht eingehalten werden könnten.

Hier müsse man die Reißleine ziehen, da dies nicht nur die Gäste und Besucher, sondern auch die Helfer in den Ständen und auf dem Gelände gefährde. "Uns ist klar, dass dies für einige der Teilnehmer die bereits kritische finanzielle Situation noch verschärft, insbesondere für diejenigen, die bereits Ausgaben getätigt haben", so Schöner. (rke/red)

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