Das Zünden von Feuerwerkskörpern an Silvester hat der Kreis im gesamten öffentlichen Raum verboten.  Foto: Archiv
+
Das Zünden von Feuerwerkskörpern an Silvester hat der Kreis im gesamten öffentlichen Raum verboten. Foto: Archiv

Kreis Groß-Gerau

Weniger Neuinfektionen: Kreis hebt Ausgangssperre auf

Neue Allgemeinverfügung: Die Ausgangssperre ist aufgehoben, dafür bleibt es beim Böllerverbot im öffentlichen Raum.

Weil am Sonntag am fünften Tage in Folge die maßgebliche Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus unter die Marke von 200 gefallen ist, hat der Kreis Groß-Gerau seine am 18. Dezember verlängerte Ausgangssperre für den gesamten Kreis wieder aufgehoben. "Bereits am Sonntagabend gilt die nächtliche Ausgangssperre im Kreis nicht mehr", sagte Landrat Thomas Will (SPD) am Sonntagmittag nach dem Corona-Briefing. In den vergangenen Tagen war für die Zeit zwischen 21 Uhr abends und 5 Uhr morgens der Aufenthalt im öffentlichen Raum im Kreis nur aus gewichtigen Gründen erlaubt gewesen.

Im Kreis Groß-Gerau lag der Wert der 7-Tage-Inzidenz nach dem vergangenen Dienstag (206,8) unterhalb der Marke von 200. Am Mittwoch, 16. Dezember, betrug er 197,1; am Donnerstag 195,3; am Freitag 171,3; am Samstag 176,3 und am gestrigen Sonntag 186,1.

"Das Virus kennt kein Silvester"

Der Kreis hat die Vorgaben des Landes Hessen zu den Beschränkungen in den Corona-Hotspots mit einer 7-Tage-Inzidenz von mehr als 200 Neuinfektionen bezogen auf 100 000 Einwohner an den Feiertagen umgesetzt und dazu am Donnerstag eine neue Allgemeinverfügung veröffentlicht. Weitere Einschränkungen gibt es an Silvester: "Angesichts der vielen Corona-Todesfällen und des hohen Infektionsgeschehens hat der Kreis auf Empfehlung des Verwaltungsstabs das Zünden von Feuerwerkskörpern im gesamten öffentlichen Raum im Kreis Groß-Gerau an Silvester untersagt", sagte der Landrat.

"Das Virus kennt weder Weihnachten, noch Silvester und Neujahr", sagte auch der Erste Kreisbeigeordnete und Gesundheitsdezernent Walter Astheimer (Grüne). "Deshalb ist gerade an den Feiertagen und zum Jahreswechsel viel Umsicht, Solidarität und Empathie gefragt, um sich selbst und andere zu schützen. Rauschende Silvesterpartys zu feiern, während andere um ihr Leben ringen - allein der Gedanke ist zynisch", sagte Ast-heimer.

Kontakte reduzieren

Vor dem Hintergrund der hohen Verletzungsgefahr und der bereits enormen Belastung des Gesundheitssystems hat der Kreis zudem die dringende Empfehlung ausgesprochen, auch im privaten Raum das Zünden von Feuerwerkskörpern zu unterlassen. "Darum geht es doch in erster Linie: Kontakte reduzieren, um Ansteckungen zu verhindern", sagte Will: "Umso weniger Menschen wir treffen, desto geringer ist das Risiko, sich und andere mit dem Virus zu infizieren." Nach wie vor sei der Verwaltungsstab des Kreises überzeugt, dass eine große Anzahl der Übertragungen des SARS-CoV-2-Virus im privaten Umfeld erfolgt: "Eine weitere Reduzierung von Kontakten ist unbedingt erforderlich, um das Infektionsgeschehen einzudämmen", so Will. red

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare