Einmal noch geht?s in der Großsporthalle zur Sache für Kai Lehberger (blau) seine Kollegen vom JC Rüsselsheim.
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Einmal noch geht?s in der Großsporthalle zur Sache für Kai Lehberger (blau) seine Kollegen vom JC Rüsselsheim.

JC Rüsselsheim

„Werden noch einmal Vollgas geben“

Letzter Bundesliga-Heimkampf, letzte Chance zu punkten. Am Samstag hat der Judo-Club Rüsselsheim zum Rundenfinale um 18 Uhr in der Großsporthalle gegen den JC Ettlingen noch einmal die Möglichkeit, etwas Zählbares aus der Saison mitzunehmen.

Bislang ging der JC Rüsselsheim leer aus und steht punktlos am Tabellenende. Kein Drama, weil es keinen Absteiger gibt, aber der Zug in Richtung Viertelfinale ist eben auch längst abgefahren. Ganz im Gegensatz zu den Gästen vom JC Ettlingen, die mit einem Zähler Vorsprung vor dem JC Leipzig auf Platz vier stehen möglichst noch den punktgleichen TSV Großhadern hinter sich lassen wollen, um in den Playoffs nicht gleich auf den Deutschen Meister aus Hamburg zu treffen – wie das beim JCR vergangenes Jahr der Fall war.

So muss die Mannschaft von Trainer Andreas Esper mit einem hochmotivierten Gegner rechnen, der ihr mit seinem großen Pool an georgischen und anderen ausländischen Kämpfern nichts schenken wird. „Ettlingen ist schwer ausrechenbar, und das in fast jeder Gewichtsklasse“, erwartet Marcel Müller einen harten Fight. Trotz des nicht mehr erreichbaren Viertelfinales ist der Sportliche Leiter des JCR jedoch sicher: „Wir werden noch einmal Vollgas geben.“ Gerade vor heimischem Publikum wolle sein Team „guten Sport zeigen und versuchen, Ettlingen zu schlagen.“ Auf Punktegarant Eduard Trippel, der vor zwei Wochen sensationell den Männer-European-Cup in Slowenien gewonnen hat, können die Gastgeber allerdings nicht zurückgreifen. Wie der junge deutsche Meister der 90-Kilo-Klasse mitteilte, befindet er sich auf einem Lehrgang mit der Nationalmannschaft in Spanien.

Dennoch sieht Marcel Müller sein Team gut besetzt gegen Ettlingen. Neben den bewährten Kräften aus den eigenen Reihen „werden wir zwei bis drei ausländische Kämpfer aufbieten“. Auch Frank Conrad, der seit dieser Saison zum engen Betreuerstab des JCR gehört, gibt sich zuversichtlich, den Fans zum Rundenabschluss noch mal „einen ordentlichen Kampf“ liefern zu können. „Und wir wollen da schon versuchen, einen Punkt oder auch zwei mitzunehmen.“

Auf die magere Rundenbilanz angesprochen, erklärt Conrad: „Wir hätten natürlich gern den ein oder anderen Punkt geholt.“ Dazu hatte gerade im zurückliegenden Heimkampf Mitte Mai gegen Esslingen nur wenig gefehlt. Nach einer guten Leistung stand am Ende eine knappe 6:8-Niederlage. „Aber wenn es jetzt nicht mehr mit dem Punkten klappt, ist das auch kein Beinbruch“, findet der langjährige JCR-Kämpfer, der Ende 2015 seine aktive Laufbahn beendet hat.

Liga wird aufgestockt

Wegen der anstehenden Bundesliga-Reform war schließlich von vornherein klar, dass es keinen Absteiger gibt in diesem Jahr. So hat der letzte Tabellenplatz keine Folgen für den JCR. In der kommenden Saison allerdings geht es wieder voll zur Sache. Dann wird die Liga auf neun Mannschaften aufgestockt, und es kommt zu gleich drei Direktabsteigern.

Das Team um Trainer Andreas Esper muss dann also mindestens Tabellensechster werden, um weiter im Bundesliga-Oberhaus mitzumischen. Keine einfache Aufgabe, für die ein breiter Kader nötig sein wird. Nur gut, dass sich nach jetzigem Stand an der Stammbesetzung wohl kaum etwas ändern dürfte. Wie Marcel Müller erklärt, „hat noch niemand angekündigt, dass er uns verlässt oder aufhört“.

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