Schulleiter Marc Rhein posiert für die Kamera.
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Schulleiter Marc Rhein posiert für die Kamera.

Tradition

Zur „Winterkerb“ nach Bauschheim

Am Wochenende, pünktlich zum ersten Advent, öffneten Weihnachtsmärkte verschiedener Rüsselsheimer Ortsteile ihre Pforten, um mit großem Angebot auf die Adventszeit einzustimmen. In Bauschheim startete der achte Weihnachtsmarkt der Vereine in der Abenddämmerung.

Von SUSANNE RAPP

Seit 2008 gibt es den Weihnachtsmarkt der Vereine in Bauschheim, der auf dem Kerbeplatz, wo bis Anfang der 1970er Jahre noch die Grundschule stand, seinen Standort hat. Da dort auch die Kerb gefeiert wird, sprächen manche Bauschheimer von der „Winterkerb“ statt vom Weihnachtsmarkt, berichtete Reinhard Gimbel, der sich als gebürtiger Bauschheimer gut mit dem Ortsgeschehen auskennt.

Ein wenig zu hell war es gegen 16.30 Uhr noch, um die Beleuchtung des im Ortskern gelegenen Platzes, effektvoll zu starten. Daher übernahmen Kinder der Kitas Lengfeldstraße und der Rheingauer Straße die musikalische Einstimmung und sangen weihnachtliche Weisen, bevor Oberbürgermeister Patrick Burghardt (CDU) das Knöpfchen drückte und die Weihnachtssäule in Form einer riesigen Kerze erstrahlen ließ. Die Vereine haben viel Arbeit in die Vorbereitungen gesteckt und er sei froh, dass es jetzt losgehe, erklärte Ortsvorstand Werner Stahl (CDU), der ob der kühlen aber trockenen Wetterbedingungen auch von idealem Glühweinwetter sprach. Die Kerzenflamme der Weihnachtssäule bestehe aus mehr als 1000 LED-Lichtern fügte er an.

Die stilisierte Kerze, die bereits seit dem ersten Weihnachtsmarkt im Zentrum des Platzes steht, wurde für dieses Jahr von Charly Mertke, einem ortsansässigen Heimatfreund, aufgebaut. Zu dem alljährlichen Angebot seien auch neue Stände hinzugekommen, erklärte Stahl, der ein wenig später von der Bühne aus den Bauschheimern einen langgehegten Wunsch erfüllte, indem er offiziell mitteilte, dass es demnächst eine Busverbindung nach Ginsheim geben wird. Die Bühne schmückte ein fast lebensgroßer Weihnachtsmann, den, so Horst Guthmann vom Verein „Für Bauschheim“, wohl „die meisten kennen werden“. Es handelt sich um den ehemaligen Weihnachtsschmuck des Verbrauchermarktes Real, der nun beim Weihnachtsmarkt genutzt wird.

Den mit Abstand größten Marktstand stellten die Landfrauen, deren vielseitiges Angebot jeden Wunsch erfüllte. Bei den selbst gebackenen Plätzchen fand sich ein Schild, auf dem zu lesen war: „Diese Ware läuft nicht vom Band, sie wurde gerührt von Landfrauen Hand.“ Rund 15 verschiedene Plätzchensorten wurde angeboten und gern gekauft. Als Überbleibsel vom Latwerschkochen gab es ein riesiges Einmachglas voller Zwetschkenkerne als Schätzspiel. Wer die Zahl erriet, bekam als Preis einen Bauschheimer Kalender.

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