+
Künstler Franz Eberwein hat das Eitkett entworfen. Zusammen mit Albrecht Schmidt (links) und Herbert Eberts (rechts) präsentiert er den neuen Rüsselsheimer Riesling.

Genuss

Winzerfreunde präsentieren den Rüsselsheimer Riesling 2017

Die alljährliche Präsentation des Rüsselsheimer Rieslings der Winzerfreunde wieder einmal ein Festival der Genüsse und bot einen unterhaltsamen Abend lang beste Unterhaltung.

Das ist Kult in der Stadt: Die Präsentation des neuen Jahrgangs des Rüsselsheimer Rieslings im Adlersaal ist ein Pflichttermin für alle weinbegeisterten und lebensfrohen Genießer. Die Winzerfreunde Rüsselsheim mit ihren mittlerweile 200 Mitgliedern sind ein aus dem Vereinsleben der Stadt nicht mehr wegzudenkender, aktiver Verein, der den historischen Weinberg an der Frankfurter Straße pflegt.

Bei Veranstaltungen wie dem Rieslingsonntag „schlug der Andrang an unserem Stand alle Rekorde“, berichtete der 1. Vorsitzende Albrecht Schmidt. Er forderte das Publikum auf, sich „heute Abend bedenkenlos dem Genuss zu überlassen“.

Auch der parteilose Oberbürgermeister Udo Bausch zeigte sich als Fan dieser Veranstaltung und freute sich in seinem Grußwort: „Rüsselsheim kann stolz sein, einen solchen Verein in der Stadt zu haben, der einen guten Teil des gesellschaftlichen Lebens hier prägt. Ich weiß, was es bedeutet, hier mitzuwirken. Bei den Veranstaltungen der Winzerfreunde findet man das pralle Leben, und sie sind immer mit Spaß und Teamgeist dabei. Es begeistert mich, was ich hier erlebe.“

Wie immer wurde der Abend musikalisch umrahmt, diesmal von der dreiköpfigen „Gigolo Beatband“, die mit gefühlvollen Songs und so manchem Evergreen erfreute. Das Motto „Staunen – Flanieren – Genießen“ kam besonders beim kulinarischen Angebot zur Geltung. Die drei Gastronomen Kurt Eisenacher (Adlerpalast), Peter Kolb (Festungscafe) und Cosimo Bradini (Cantina da Tino) verwöhnten die Gaumen der Gourmets mit Barbarie-Entenbrust, Dorade Royale und Fasanenbrust, um nur die Hauptgänge zu nennen.

Selbstverständlich gab es ein reichhaltiges und qualitativ hochwertiges Weinangebot: Die Weingüter Weinegg und Künstler aus Hochheim, Janson aus Vendersheim und Erbeldinger aus dem rheinhessischen Bechtheim konnten mit ihrem breitgefächertem Sortiment die Speisen bestens begleiten.

Für das Zwerchfelltraining war der in der Region aktive Fassenachter Jürgen Wiesmann mit zwei Auftritten zuständig. Der Rüsselsheimer ist aktiv in der „Schwarzen Elf“ seines Heimatortes, jedoch als Sitzungspräsident des Mainzer Carneval Clubs und in der Figur des „Ernst Lustig“ ein wesentlicher Bestandteil der Mainzer Fassenacht, bundesweit zu sehen in „Mainz, wie es singt und lacht“.

Er ist eine regional geprägte Stimmungskanone, der in seiner Büttenrede das Motto „Im Wein liegt, ohne Spaß, die Wahrheit, in vino veritas“ humorvoll variierte und auch das ultimative Weingedicht Adolf Gottrons „Aach Woi zu trinke, is e Kunst“ gekonnt rezitierte. In seinem zweiten Auftritt an diesem Abend reüssierte er in einem urkomischen Aufzug als Weinmajestät „Piffche 11 bis 12“ und erntete stürmischen Applaus.

Endlich durfte er dann probiert werden, der 2017er Rüsselsheimer Riesling, ausgestattet mit einem Etikett des Flörsheimer Künstlers Franz Eberwein, das den „Wilhelminen-Turm“ im Rüsselsheimer Verna-Park zeigt. Rolf Schregel, Kellermeister des Hochheimer Weinguts Franz Künstler, das für den Ausbau des Weines sorgt, erklärte bei der Vorstellung zur Qualität kurz und bündig: „Ganz, ganz wenig, aber sehr, sehr gut.“

Ein schöne Aprikosenfrucht, gestützt von feiner Säure, zeichnet diesen Wein aus, der traditionell in 0,5-Literflaschen abgefüllt wird und nur Mitgliedern und offiziellen Gästen der Stadt Rüsselsheim vorbehalten bleibt. Im Laufe des Abends dürfte die Menge jedoch mit Vergnügen weiter reduziert worden sein.

Nach den Desserts, einer abschließenden Moderation von Ralf Keil, der gekonnt durch den Abend führte, Dankesworten vom 2. Vorsitzenden Horst Eberts und von Gastronom Peter Kolb tanzte der Saal weinselig zu den Klängen der „Gigolos“ in die Nacht, und Besucher Andreas Wolf resümierte: „In diesem Verein gefällt mir der Zusammenhalt und der hohe Spaßfaktor besonders gut. Jürgen Wiesmann hat ja heute schon die Fassenacht vorgezogen, das war ein sehr gelungener Abend.“

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare