„Wir sind mehr als ein Arbeitstitel“

Die Elternvertreter der neuen „Sophie-Opel-Schule“ (Arbeitstitel) üben Kritik an den politisch Verantwortlichen. Und auch die Namensdebatte thematisieren sie.

Lange wurde über die „Sophie-Opel-Schule“ (Arbeitstitel) geredet, nun meldet sich auch die Schulgemeinschaft selbst in der Debatte zu Wort. „Die Schulgemeinde ist die Namensdiskussion leid“, heißt es in einem Brief des Elternbeirats. „Sowohl der Schulelternbeirat als auch die dafür zuständige Schulkonferenz haben sich einstimmig für den Namen Sophie-Opel-Schule ausgesprochen“, schreiben die Elternvertreter weiter. Sophie Opel werde für eine Schule mit dem Schwerpunkt Beruf und Studienorientierung als würdige Namenspatronin angesehen. „Sollten die Stadtverordneten dem Namenswunsch der Schulgemeinde nicht zustimmen, fallen sie nicht nur der Schulgemeinde in den Rücken, auch die Forderung der Kritiker, dass die Schulgemeinde entscheiden soll, wird ad absurdum geführt.“

Auch zu der jüngsten Debatte um die Frage, wie viele Klassen pro Jahrgangsstufe die Schule haben soll, äußern sich die Eltern. „Eine kleinere Schule kann weniger individuelle Lernmöglichkeiten anbieten als eine große Schule. Geplant ist etwa, Französisch und Spanisch als zweite Fremdsprache anzubieten. Bei einer Sechszügigkeit ist das schwierig bis unmöglich zu realisieren“, heißt es von den Eltern.

Scharfe Kritik richten die Elternvertreter an Baustadtrat Nils Kraft (SPD) und Bildungsdezernent Dennis Grieser (Grüne). „Es ist aus Sicht des Elternbeirates ein unverantwortliches Handeln der verantwortlichen Dezernenten Grieser und Kraft, dass die Schulgemeinde alle Informationen aus der Presse entnehmen muss.“ Ein Gespräch mit den verantwortlichen Dezernenten habe bis zum heutigen Tag nicht stattgefunden. „Eltern und Kinder brauchen verlässliche Aussagen und Kontinuität!“

Noch nicht näher eingehen möchten die Elternvertreter auf die Ideen der CDU, die neue Schule an einem anderen Standort als bislang geplant zu bauen. „Wir haben von der Idee gehört, müssen uns aber noch näher damit auseinandersetzen. Aber natürlich beschäftigt uns auch diese Thematik sehr“, heißt es aus dem Kreis der Elternvertreter der neuen Schule. red

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