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Widerspruch gegen das Urteil des Kreissportgerichts: Marcus Spahn, Spielausschuss-Vorsitzender des VfB Ginsheim.

Gruppenliga

Wer wird der Dritte im Bunde sein?

Wird der Aufstieg sportlich oder am grünen Tisch entschieden? Der Saisonausgang in der KOL gestaltet sich als Hängepartie.

Die Aufstiegsspiele zur Fußball-Gruppenliga Darmstadt haben gestern Nachmittag mit der Partie KSG Georgenhausen – SG Einhausen begonnen. Es wird jedoch wohl noch einige Zeit dauern, bis der dritte Teilnehmer an den Aufstiegsspielen gefunden ist und bis der Vize der Fußball-Kreisoberliga Darmstadt/Groß-Gerau erstmals gegen Georgenhausen und Einhausen gegen den Ball tritt.

Nachdem am Dienstag die Vereinsführung des KOL-Fünften SV Dersim Rüsselsheim entschieden hat, Beschwerde gegen die Rückweisung des Einspruchs zum Urteil vom 9. Mai einzulegen, hat auch Hessenligist VfB Ginsheim beschlossen, Widerspruch gegen das Urteil des Kreissportgerichtes einzulegen. „Weil wir direkt betroffen sind“, erklärt Marcus Spahn, Spielausschussboss des VfB, dessen 2. Mannschaft auf Platz zwei der KOL-Abschlusstabelle geführt wird.

Inzwischen hat der beauftragte Rechtsanwalt Jörg Schmenger Widerspruch gegen das Urteil eingelegt, wonach der SV Traisa die Partie gegen den SV Dersim mit 3:0 gewertet bekommen soll, nachdem die am 11.März ausgetragene Partie mit 2:1 für das Rüsselsheimer Team geendet hatte.

Ginsheim verweist darauf, dass die VfB-Reserve im Fall eines Dersim-Dreiers die Aufstiegsspiele bestreiten würde – dagegen würde Traisa wegen des besseren direkten Vergleichs gegenüber Ginsheim gegen Georgenhausen und Einhausen spielen, hätte das Urteil Bestand.

„Es liegt kein vorsätzliches Verhalten des SV Dersim vor“, erklärt Spahn, warum der VfB Widerspruch eingelegt hat. „Schiedsrichter Minoum Amer hat einen Fehler gemacht“, betont Dogan Erdogan. Statt des verletzten Kevin Müller strich er den Spieler Mohammed Büyükyildirim vom elektronischen Spielberichtsbogen. Dersim kann belegen, dass der Spieler zunächst auf dem Spielberichtsbogen geführt war – als Ersatzspieler. Veränderungen in der Spielerliste dürfen laut HFV nur mit Genehmigung des Vereins durch den Unparteiischen vorgenommen werden.

„Wir haben Beschwerde eingelegt, da bei der Rückweisung des Einspruchs ein Verfahrensfehler des Kreissportgerichts Darmstadt vorlag“, erklärt Dogan. So hätte die Abweisung nicht durch Achim Pfeffer vorgenommen werden dürfen, da er als Einzelrichter das Urteil vom 9. Mai ausgesprochen hatte. Dem Anliegen von Klassenleiter Michael Sobota, der SV Dersim würde nach der Niederlage gegen Türk Gücü Rüsselsheim und damit dem Aus im Aufstiegsrennen auf weitere Aktionen verzichten, kam der Vorstand um Vorsitzenden Akkan Akkus nicht nach, „Wir wollen, dass der Aufstieg sportlich und nicht am grünen Tisch entschieden wird“, betont Erdogan.

Auch Sobota zeigt sich wenig darüber begeistert, dass für eine Partie vom 11. März noch immer keine Entscheidung gefallen sei. Schon in der Vergangenheit habe das Kreissportgericht Darmstadt kein gutes Bild abgegeben. 2017 wurde der Spielabbruch zwischen SV Traisa und Türk Gücü Rüsselsheim zunächst für Traisa gewertet, ehe das Verbandssportgericht das Urteil aufhob und ein Wiederholungsspiel angesetzt wurde.

Derweil verrät Erdogan, dass das Gros des Teams trotz verpassten Aufstiegs ebenso bleibe wie Trainer Ecevit Balaban. Erdogan dagegen werde wie angekündigt den Klub verlassen. Gespräche über eine Spielgemeinschaft mit dem VfR Rüsselsheim sollen in Kürze beginnen.

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