Kampagne

Wohnraum für Studenten ist dringend gesucht

Mit einer Kampagne sucht das Studentenwerk Frankfurt zurzeit dringend Wohnungen, auch im Auftrag der Hochschule Rhein-Main in Rüsselsheim. Wie lange die Wartezeiten für eine Studentenwohnung in Rüsselsheim sind, hat uns Sylvia Kubus vom Studentenwerk erzählt.

„Stark ins Studium starten. Vermieten Sie an Studierende“ und „www.wohnraum-gesucht.de.“ Plakate mit dieser Aufschrift sind aktuell an mehreren Plätzen in Rüsselsheim zu sehen. Zum Beispiel in der Adam-Opel-Straße, in der August-Bebel-Straße, in der Bahnhofstraße oder in der Lucas-Cranach-Straße sind die Werbemittel noch bis Oktober gut sichtbar angebracht. Auch Busse der Stadtwerke Rüsselsheim fahren ab sofort mit der Werbeaufschrift durch die Stadt. Doch was soll das?

Dies sei eine Kampagne des Studentenwerks Frankfurt in Kooperation mit einigen Universitäten und Studentenausschüssen aus dem Rhein-Main-Gebiet, darunter auch die Hochschule Rhein-Main, erklärt Sylvia Kubus, die im Studentenwerk die Abteilung PR und IT leitet. Hintergrund sei die Tatsache, dass bezahlbarer Wohnraum für Studenten kaum noch zu finden ist. „Im Wintersemester beginnen erfahrungsgemäß besonders viele junge Menschen ein Studium. Dann ist auch die Nachfrage für bezahlbaren Wohnraum sehr groß.“

Besonders im Rhein-Main-Gebiet sei dieser Wohnraum jedoch extrem rar. Zumal die Mieten auch für Studenten im Bundesvergleich um einiges höher seien. Sylvia Kubus gibt ein Beispiel: „Im Bundesdurchschnitt zahlen Studierende 323 Euro Miete im Monat. In Frankfurt liegt der Durchschnitt bei 373 Euro.“ Bundesweit fänden 10 Prozent der Studenten eine Bleibe in einem Wohnheim der Studentenwerke oder anderer Organisationen. In Frankfurt sei das nur für sieben Prozent der angehenden Akademiker möglich.

„Wir haben in Rüsselsheim zwei Studentenwohnheime mit je 28 und 66 Wohnplätzen. Diese Unterkünfte sind schnell gefüllt. Unsere Warteliste füllt sich schon jetzt immer mehr, obwohl das Semester erst am 15. Oktober beginnt“, schildert Kubus.

„Im Schnitt befindet sich ein suchender Student rund sechs Monate auf der Warteliste, bevor er eine Bleibe findet. Viele überbrücken die Zeit mit Pendeln“, berichtet Sylvia Kubus. Zwar sei es in Rüsselsheim noch etwas leichter, bezahlbaren Wohnraum zu finden als im wesentlich größeren Frankfurt, doch hätten auch hier viele Studierende Probleme. Denn die Mietpreissteigerungen machten auch vor Rüsselsheim nicht Halt. „Aus diesem Grund starten wir auch hier den Aufruf, dass sich Vermieter bei uns melden, die sich beispielsweise für ihren Wohnraum auch eine WG vorstellen könnten oder eben günstigen Wohnraum im Angebot haben“, so die Mitarbeiterin des Studentenwerks. Die Vermieter könnten ihre Objekte dann direkt auf der Webseite selbst einstellen.

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