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In den Burg-Lichtspielen gastiert der SPD-Landtagsabgeordnete Gerhard Merz (links) mit einem eigenen Kabarettprogramm und unterstützte damit SPD-Bürgermeisterkandidat Thorsten Siehr.

Kabarett

„Die Wurzel am Übel packen“

Anlässlich des Bürgermeisterwahlkampfs der SPD gastierte am Montag in den Burg-Lichtspielen der sozialdemokratische Landtagsabgeordnete Gerhard Merz. Er hielt keine Rede, sondern lieferte ein Kabarettprogramm ab.

Es ist bestimmt nicht voreingenommen, unterstellt man Politikern, dass sie bisweilen zu Phrasen greifen. Gerne verwechseln sie auch Begrifflichkeiten oder setzen sie falsch ein. Einer, der sich damit auskennt, ist der SPD-Landtagsabgeordnete Gerhard Merz, seit Februar 2014 sozialpolitischer Sprecher und stellvertretender bildungspolitischer Sprecher seiner Fraktion. Merz drischt nicht nur Phrasen, er sammelt sie auch – vom politischen Freund, wie vom politischen Gegner. Und damit bestreitet er sein Kabarettprogramm „Papyrrhussieg“. Damit trat er Montag anlässlich des Bürgermeisterwahlkampfs von SPD-Kandidat Thorsten Siehr in den Burg-Lichtspielen auf.

Angenehm war, dass er dabei nicht nur die verbalen Ausrutscher, Peinlichkeiten und Fehlzündungen des politischen Gegners aufs Korn nahm. Schließlich ist kaum ein Politiker, gleich welcher Couleur, davor gefeit. Daher mag es auch nicht so wichtig sein, aus welcher politischen Richtung das „wir müssen die Wurzel am Übel packen“ stammte oder wer vor dem „Schuss aus der hohlen Hüfte“ warnte.

Vieles dürfte den Politikern unter den mehr als 40 Zuhörern bekannt vorgekommen sein – dass man beispielsweise gerne an den Stellschrauben dreht oder etwas zur Chefsache erklärt.

Und Thorsten Siehr war gut beraten mitzuschreiben, schließlich sollte er als Bürgermeisterkandidat dem Phrasenschwein besser aus dem Weg gehen, will er nicht demnächst von Parteifreund Merz zitiert werden. rke

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