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Zeit und Geld für neue Schule sind knapp

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Die Sophie-Opel-Schule ist noch nicht gestartet, da warten schon die ersten Probleme. Der Zeitplan bis zum Schulstart wird knapp, und das Vorhaben wird zudem wohl teurer als erhofft.

Rüsselsheim. Eine Vorlage des Magistrats zur neuen kooperativen Gesamtschule mit dem Arbeitstitel „Sophie-Opel-Schule“ wird eines der ersten Themen sein, mit denen sich die Mitglieder der Stadtverordnetenversammlung und der Ortsbeiräte im kommenden Jahr auseinandersetzen dürfen.

Die neue Schule soll zum Schuljahreswechsel 2016/2017 an den Start gehen, die Zeit bis dahin wird knapp. Deshalb sollen nun, wie in der Magistratsvorlage beschrieben wird, alle Fristen für Ausschreibungen so kurz wie möglich angesetzt werden. Zudem gestaltet sich die Beschaffung eines temporären Schulgebäudes, welches auf dem Siedlerplatz errichtet werden soll, schwieriger als zunächst erhofft.

Die Marktlage solche Container betreffend sei aufgrund der aktuellen Flüchtlingssituation äußerst angespannt. Ob die Container zum Schulstart zur Verfügung stehen, ist derzeit fraglich, möglicherweise müsse auch im Laufe des Schuljahres noch nachgearbeitet werden. Die für die Schule notwendigen Erweiterungdsbauten sollen auf dem städtischen Sportfeld zwischen der bestehenden Friedrich-Ebert-Schule und der Sporthalle Hasengrund inklusive des Geländes des Bolzplatzes realisiert werden. „Es entsteht ein räumlich zusammenhängender Campus“, heißt es in der Stellungnahme des Magistrats zu den Planungen.

Kosten werden

wohl steigen

Die zeitlich äußerst angespannte Situation ist aber nicht das einzige Problem hinsichtlich der neuen Schule. Im Magistratsbericht werden die Stadtverordneten, Ausschussmitglieder und Ortsbeiräte zudem vorgewarnt, dass die bisherige Kostenschätzung womöglich nicht eingehalten werden kann. Bislang war mit Kosten in Höhe von 30,5 Millionen Euro geplant worden. Unter „neuen Rahmenbedingungen“ müsse diese Kostenschätzung angepasst werden, heißt es. „Es ist mit einer Erhöhung zu rechnen.“ Konkret kann eine belastbare Aussage zu den tatsächlich anfallenden Kosten wohl erst zur Jahresmitte 2016 getroffen werden.

Allerdings ist schon jetzt abzusehen, dass etwa die 1,4 Millionen Euro, die bislang für das temporäre Gebäude vorgesehen waren, nicht ausreichen werden. Derzeit rechnen die Planer der Stadt für diesen Punkt eher mit Kosten in Höhe von 2,7 Millionen Euro, also fast einer Verdopplung des ursprünglich in den Planungen angesetzten Einzelbudgets.

Ob sich eine positive Veränderung der Baukosten durch die in den Planungen vorgenommene Verlagerung des Baufeldes für den Neubau vom Siedlerplatz auf den Sportplatz ergeben wird, sei derzeit noch nicht abzuschätzen, heißt es in der Magistratsvorlage. göc

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