Für Petra Reichert waren die ersten Monate als Leiterin des Fachbereichs 7 voller Herausforderungen. Foto: Alexander seipp
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Für Petra Reichert waren die ersten Monate als Leiterin des Fachbereichs 7 voller Herausforderungen. Foto: Alexander seipp

Rathaus

Zurück zu den Anfängen

Seit 29 Jahren arbeitet sie schon für die Stadt. Jetzt ist Petra Reichert Leiterin des Fachbereichs Jugend und Senioren geworden. Dabei hilft ihr, dass sie fast alle Bereiche im Rathaus schon mal durchlaufen hat.

Rüsselsheim-Ihren Arbeitsbeginn als Chefin des Fachbereichs Jugend und Senioren hätte sich Petra Reichert sicherlich anders vorgestellt. Als ihre Vorgängerin Karola Gaukler am 13. März verabschiedet wurde, stand Corona direkt vor der Tür.

"Sicherlich hätte ich mir einen entspannteren Einstieg gewünscht", denkt Reichert heute an diese Tage zurück. "Ich hatte mir sogar schon einen Plan gemacht, wann ich mit wem sprechen würde, um mich überall vorzustellen." Dann kam aber alles anders. Von einem Tag auf dem anderen wurde alles über den Haufen geworfen und die neue Fachbereichsleiterin des FB 7 musste klären, welche Angebote unter den Voraussetzungen überhaupt möglich waren.

Anfänge im Jugendbildungswerk

Geholfen hat ihr dabei ihre langjährige Erfahrung: Seit 29 Jahren arbeitet Reichert schon für die Stadt Rüsselsheim, in den unterschiedlichsten Funktionen. Zum ersten Mal kam die Diplom-Sozialarbeiterin 1991 in die Opel-Stadt. Acht Jahre arbeitete sie im Jugendbildungswerk und initiierte Projekte, die heute kaum noch wegzudenken sind. "1991 war eine enge Kooperation zwischen Bildungswerk und den Schulen kaum denkbar, heute ist es eine Selbstverständlichkeit", sagt sie sichtbar stolz.

2003 wechselte sie dann als Referentin für Grundsatzfragen der Sozialplanung, Jugendhilfe und Bildung ins Dezernat II. Maßgeblich verantwortlich war sie damals für die Erarbeitung des Konzeptes für das "Haus der Senioren", heute eine Erfolgsgeschichte der Stadt Rüsselsheim. Zwischen 2005 und 2020 drehte sich dann alles um die Schulverwaltung. Die Entwicklung zu Ganztagsschulen und die Erstellung von Schulentwicklungsplänen gehörte zu ihren Aufgaben.

"Nun geht es quasi zurück zu den Anfängen", sagt Reichert. Als Fachbereichsleiterin ist sie nun für ein vielfältiges Angebot zuständig. "Von Kindern bis ins hohe Alter umfasst der Fachbereich eine große Vielfalt, es gibt also viel zu tun", sagt sie.

Viel verändern wolle sie aber zunächst nicht, sagt sie. "Ich habe von meiner Vorgängerin einen sehr gut aufgestellten Fachbereich übernommen, daran möchte ich nun anknüpfen." Dabei helfe ihr sehr, dass sie durch ihre lange Laufbahn fast alle der Bereiche schon einmal durchlaufen habe. "Es war ja lange nicht möglich sich zu treffen, da war es schon sehr hilfreich, dass ich viele der wichtigsten Akteure schon zuvor kannte", sagt Reichert.

Auf die neue Aufgabe ist sie sehr gespannt, trotz der großen Herausforderungen. "Ich bin eigentlich jemand, der gerne zur Arbeit geht und das werde ich auch so beibehalten, auch wenn sich mein Aufgabengebiet verändert hat", sagt sie. Zu ihren Aufgaben gehört unter anderem auch die Planung des neuen Jugendtreffs auf dem Areal des ehemaligen Karstadt-Gebäudes.

"Ich habe Rüsselsheim ins Herz geschlossen"

Doch, so stellt sie fest, sie könne natürlich nicht alles alleine machen. "Der gesamte Fachbereich ist ein tolles Team, das sehr gut aufeinander eingespielt ist", sagt Reichert. Es seien sehr unterschiedliche Typen, wo sie gut hineinpasse.

Helfen würde auch, dass sie die Stadt Rüsselsheim in den 29 Jahren seit sie hier arbeitet sehr ins Herz geschlossen habe. "Rüsselsheim hat viel Potenzial, und dazu möchte ich meinen Teil beitragen, um diese Stadt noch lebenswerter zu machen." Von Alexander Seipp

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