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Milan Seidenfaden (Zweiter von links) und sein Team kochen in der Wellenlänge.

Mainblock

Zwischenbilanz: Hotel und Brauhaus boomen

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Beim Bau teilweise mit viel Skepsis beäugt, lief das Geschäft im neuen MK-Hotel auf dem Mainblock in den ersten zwei Monaten nach der Eröffnung gut. Auch das Brauhaus erfreut sich bei den Rüsselsheimern großer Beliebtheit. Und für 2018 steht gleich die nächste Neuerung an.

Seit gut zwei Monaten hat das neue Hotel samt Braustube auf dem Mainblock seine Pforten geöffnet. Obwohl ihm vor der Eröffnung vor allem vonseiten der Rüsselsheimer Stadtpolitik auch viel Skepsis entgegen gebracht worden ist, sei das Geschäft gut angelaufen, berichtet die Hotelmanagerin Monique Ghandour. „Gerade die ersten Tage in der Braustube haben uns wirklich überrascht. Da war es wirklich richtig voll, und auch jetzt noch gibt es immer wieder Abende, an denen wir leider teilweise keine freien Plätze mehr für Gäste haben, die eigentlich gerne vorbeikommen würden.“

Der Andrang an den ersten Tagen sei nicht nur unerwartet gekommen, er habe sich auch auf die Arbeit ausgewirkt. „Natürlich hatten wir uns vor der Eröffnung unsere Gedanken gemacht und Detailplanungen entworfen. Aber das Team musste sich natürlich auch erstmal einspielen, und wir haben dann schnell reagiert und manche Abläufe verändert“, berichtet sie. So sei etwa der Tischplan nach den Erfahrungen der ersten Tage angepasst worden.

Das Geschäft in der Braustube laufe so gut, dass auch personell noch einmal aufgestockt werden soll. „Aktuell arbeiten rund zwölf Mitarbeiter bei uns. Wir brauchen auf jeden Fall noch zwei in Vollzeit zusätzlich. Und dann für den Sommer, wenn die Terrasse richtig läuft, auch viele Aushilfen.“ Die Gäste seien ihrer Erfahrung nach meist Rüsselsheimer. „Natürlich kommen gerade am Wochenende auch mal auswärtige Gäste. Aber in der Hauptsache sind es Rüsselsheimer. Und von ansässigen Firmen haben wir in den vergangenen Wochen viele Reservierungen für Weihnachtsfeiern reinbekommen.“

Auch der Hotelbetrieb sei gut angelaufen. „Die ersten vier Tage waren wir ausgebucht.“ Seitdem habe sich das Geschäft normalisiert. „Montag bis Donnerstag sind unsere stärksten Tage“, berichtet Ghandour. Das sei der Tatsache geschuldet, dass das Hotel viele Geschäftsreisende anspreche. „In den ersten Wochen haben wir eine Belegungsquote von 80 Prozent“, berichtet die Hotelmanagerin.

Gut angenommen worden seien auch die Tagungsräume, die das Hotel zur Verfügung stellt. „Da haben wir auch schon viele Buchungen für das erste Quartal des kommenden Jahres.“

Ein Versuch sei es gewesen, in Rüsselsheim ein Angebot für Co-Working-Spaces – also geteilte Arbeitsplätze, die sich unkompliziert anmieten lassen – im Hotel zu etablieren. „Die Einzelbüros werden hin und wieder gebucht, und wir haben eines jetzt auch dauervermietet“, sagt Monique Ghandour. Im kommenden Jahr solle beobachtet werden, wie diese Angebot mittelfristig von den Gästen angenommen wird.

Neu ab 2018 wird die Möglichkeit sein, im Brauhaus nicht nur Bier zu trinken, sondern auch selbst zu brauen. „Wir hatten immer wieder Anfragen von Gästen, die wissen wollten, ob sie auch selbst mal brauen können“, berichtet Ghandour. Das sei mit dem großen Kessel, der den Gastraum optisch dominiert, nicht möglich gewesen. Eine Neuanschaffung soll nun Abhilfe schaffen.

„Unsere Hopfensau“

, erklärt Ghandour.

Die ist eigentlich ein umgebauter Betonmischer, hält aber alles an Technik bereit, was man zum Brauen eines Bieres braucht. „Die Gäste können zu uns kommen und selbst bestimmen, welche Zutaten in ihr Bier sollen“, erklärt Monique Ghandour. Anschließend könnten sie das fast fertige Bier zur Reifung mit nach Hause nehmen oder in der Obhut der Fachleute im Rüsselsheim Bräu belassen.

„Sechs Wochen später kann das fertige Bier dann in einem Fass oder in Flaschen abgefüllt abgeholt werden.“ Der Einsatz der Hopfensau soll nach Auskunft von Ghandour von 2018 an möglich sein, entsprechende Angebote sollen auf der Homepage des MK-Hotels öffentlich gemacht werden.

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