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Zwei Polizeibeamte begutachten ein Fahrzeug mit beschädigter Heckscheibe im abgesperrten Bereich.

Zwist zweier Großfamilien

Nach Schießerei in Rüsselsheim: Zwei Tatverdächtige in Untersuchungshaft

Hinter den Schüssen in Rüsselsheim steckt wohl der Zwist zweier Großfamilien. Zwei Männer sitzen in Untersuchungshaft. Ihnen wird versuchter Mord vorgeworfen.

  • Schießerei in Rüsselsheim
  • Zwei Tatverdächtige wegen versuchten Mordes in Untersuchungshaft
  • Insgesamt wurden 13 Personen festgenommen
  • Hintergrund der Schießerei waren offenbar "allgemeine Streitigkeiten" zweier Großfamilien
  • CDU stellt Forderung für mehr Sicherheit in der Innenstadt

Update, 17. Mai, 11.15 Uhr: Nach Schüssen in der Rüsselsheimer Innenstadt Ende April sitzen nun zwei Männer wegen des Verdachts des versuchten Mordes in Untersuchungshaft. "Wir gehen davon aus, dass die Beiden der gleichen Konfliktpartei angehörten", sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft am Freitag. Der ältere der Verdächtigen war bereist kurz nach den Schüssen gefasst worden, sein mutmaßlicher Komplize am vergangenen Dienstag bei einer Wohnungsdurchsuchung. Der ebenfalls am Dienstag festgenommene Wohnungsinhaber sei wieder auf freiem Fuß.

Hintergrund der Schüsse, bei denen ein 33-Jähriger verletzt wurde, sollen Streitigkeiten zweier Großfamilien gewesen sein. Von den Schusswaffen gibt es noch keine Spur. "Wir gehen von mindestens zwei Waffen aus", sagte der Sprecher. Die Untersuchung der sichergestellten Hülsen laufe noch. Mit dem Ergebnis sei dann wohl auch endgültig klar, wie viele Waffen am Morgen des 27. April benutzt wurden.

Nach Schießerei in Rüsselsheim: SEK-Einsatz mit Festnahmen

Update, 13. Mai, 17:07 Uhr: Die Polizei hat am Dienstagnachmittag eine Wohnung in Bischofsheim durchsucht und zwei Personen vorläufig festgenommen. Gegen sie laufen nun Ermittlungen hinsichtlich der möglichen Tatbeteiligung an den Schüssen in der Rüsselsheimer Innenstadt.

Die Ermittler haben im Zuge der intensiven Fahndungs- und Ermittlungsarbeit in Rüsselsheim den Hinweis auf den Aufenthalt der Personen bekommen. Ein Sondereinsatzkommando verschaffte sich Zutritt zur Wohnung der beiden Tatverdächtigen.

Weitere Details kann die Polizei aufgrund der noch laufenden Ermittlungen nicht erteilen.

Update, 3. Mai, 13:13 Uhr: Nachdem der Streit zwischen Großfamilien am vergangenen Wochenende für  Entsetzen gesorgt hat, fordert die CDU eine gemeinsame Wache von Stadt- und Landespolizei in der Innenstadt. Beim Polizeipräsidium Südhessen stößt das Ansinnen auf Ablehnung.

Update, 30. April, 17.48 Uhr: Nach den Schüssen in Rüsselsheim hat die Polizei ihre Kontrollen in der Stadt verschärft. Am Montag seien bis in die späten Abendstunden insgesamt 132 Menschen kontrolliert und 33 Autos überprüft worden, teilte die Polizei am Dienstag mit. Gegen fünf Männer im Alter zwischen 18 und 32 Jahren seien Anzeigen wegen Drogenbesitzes erstattet worden. Zudem sei ein Klappmesser bei einem 26-Jährigen sichergestellt worden.

Update, 30. April, 14.19 Uhr: Nach den Schüssen in Rüsselsheim ist die Suche nach der Tatwaffe bislang ohne Erfolg geblieben. "Wir haben noch keine gefunden", sagte am Dienstag ein Sprecher der Staatsanwaltschaft in Darmstadt. Derzeit würden weitere Zeugen vernommen. Am frühen Samstagmorgen waren mutmaßlich bei einem Streit zwischen zwei Großfamilien in der Innenstadt Schüsse gefallen. Ein 33 Jahre alter Türke wurde verletzt. Projektile schlugen in zwei Autos und ein Fenster ein. Ein 28-jähriger, kurdisch-stämmiger Mann mit deutschem Pass sitzt wegen des Verdachts eines versuchten Tötungsdeliktes in Untersuchungshaft. Er bestreitet die Tat und macht ansonsten keine Angaben.

Update: 30. April, 8.10 Uhr: Rüsselsheims Oberbürgermeister Udo Bausch (parteilos) hat mit großer Betroffenheit und Bestürzung die Nachricht von der Schießerei aufgenommen, wie er gestern mitteilte. Er stehe in engem Kontakt mit Polizeipräsident Bernhard Lammel. Weitere Gespräche sind für morgen angekündigt, wie fnp.de* berichtet. 

Schießerei in Rüsselsheim: Polizei erhöht Sicherheit

Update, 29. April, 15:35 Uhr: Nach den Streitigkeiten zwischen zwei Familien, bei denen geschossen wurde wird die Polizei ihre bereits bestehende Präsenz erhöhen. Mit Unterstützung der Bereitschaftspolizei, Spezialkräften und mit der Stadtpolizei plant die Polizei in Rüsselsheim, die bereits bestehenden Sicherheitsmaßnahmen zu intensivieren. Die ohnehin bestehenden Kontrollmaßnahmen gegen die Straßenkriminalität werden verstärkt. Die Polizei steht dabei im engen Kontakt und Austausch mit der Stadt Rüsselsheim, um die Sicherheit der Bürger zu gewährleisten.

Unter anderem soll die Frage erneut erörtert werden, ob und wie die Innenstadt mit Videotechnik überwacht werden kann. Im Rahmen des Ermittlungsverfahrens werden nach wie vor die Waffen gesucht, aus denen geschossen wurde. Nach bisherigen Ermittlungen kennen sich die Familien untereinander. Das Tatgeschehen am letzten Samstag beruht nach bisherigen Kenntnisstand auf einen Streit innerhalb der Familien. Grundsätzlich besteht keine Gefahr für Unbeteiligte. Ein Zusammenhang des aktuellen Vorfalls mit den Schüssen in der Eisdiele im Jahr 2008 wird von den Ermittlungsbehörden ausgeschlossen.

Schießerei in Rüsselsheim: Festgenommener Mann bestreitet Tat - Wo sind die Waffen?

Update, 29. April, 11:47 Uhr: Ein nach Schüssen in der Innenstadt von Rüsselsheim festgenommener 28-Jähriger hat die Tat bestritten. Dies teilte die Staatsanwaltschaft Darmstadt am Montag mit. Der Mann habe sich einen Anwalt genommen und bislang keine weiteren Angaben gemacht. Gegen den kurdisch-stämmigen Verdächtigen wurde am Sonntag Haftbefehl wegen des Verdachts der versuchten Tötung erlassen. "Wir gehen davon aus, dass der 28-Jährige geschossen hat", sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft.

Update, 29. April, 11:22 Uhr: Nach Schüssen in der Innenstadt von Rüsselsheim sind bislang keine Waffen sichergestellt worden. Es sei nach wie vor unklar, aus wie vielen Waffen gefeuert worden sei, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Darmstadt am Montag. Auch seien die Hintergründe für die Auseinandersetzung zwischen Mitgliedern zweier Großfamilien noch unklar.

"Wir müssen schauen, was der Auslöser war", sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft. Es werde zunächst weitere Vernehmungen geben. Am frühen Samstagmorgen fielen in der Innenstadt mehrere Schüsse. Ein 33 Jahre alter Mann wurde durch einen Streifschuss verletzt.

Schießerei in Rüsselsheim: Haftbefehl gegen 28-Jährigen

Update, 28. April, 12:37 Uhr: Nach der Schießerei in der Rüsselsheimer Innenstadt wurde gegen einen 28-Jährigen vom Amtsgericht in Darmstadt Haftbefehl erlassen. Der junge Mann gehört laut Polizei zu einer der beiden Großfamilien, die in der Nacht zu Samstag vor einer Bar in der Bahnhofsstraße in Streit geraten waren. 

Weiterhin fehlt von den Tatwaffen jede Spur. Insgesamt hatte die Polizei 13 Personen vorläufig festgenommen.

Update, 18:35 Uhr: Wie eine Polizeisprecherin am frühen Samstagabend auf Nachfrage mitteilte, ist eine weitere Person festgenommen worden, die im Zusammenhang mit der Schießerei stehen könnte. Waffen wurden bislang nicht gefunden. Die Ermittlungen laufen.

Am Abend sagte die Sprecherin, die Spurensicherung vor Ort sei beendet, die Absperrungen seien aufgehoben worden.

Schießerei in Rüsselsheim: Weitere Festnahmen, Polizei sucht die Waffe

Update, 15:14 Uhr: Einschusslöcher in Hauswand und Fenster und eine zerschossene Autoheckscheibe - Am frühen Samstagmorgen ist es offenbar zu mehreren Schüssen in der Rüsselsheimer Innenstadt gekommen. Mittlerweile weiß die Polizei auch mehr darüber, wie sich der Vorfall abgespielt haben könnte. Die Mitglieder zweier Großfamilien sind offenbar vor einer Bar in der Bahnhofsstraße in Streit geraten. Dort ist es mutmaßlich zum Schusswechsel gekommen. Eine Zeugin habe die Schüsse gehört und die Polizei verständigt. 

Zwei Polizeibeamte begutachten ein Fahrzeug mit beschädigter Heckscheibe im abgesperrten Bereich.

Polizei fahndet weiterhin nach etwa acht Personen

Dann ist eine große Personengruppe über den Friedensplatz bis in die Waldstraße geflüchtet. Neun Personen wurden am Samstagvormittag von der Polizei festgenommen, drei weitere Männer dann am frühen Nachmittag, wie die Polizei mitteilt. Einer der drei Festgenommenen ist der junge Mann, der mutmaßlich von einem Streifschuss verletzt wurde. Die zwei anderen Männer seien von der Polizei zunächst nur als Zeugen der Vorfälle bewertet worden, bis sich der Verdacht erhärtet habe, dass sie auch etwas damit zu tun haben könnten.

Polizei in Rüsselsheim am Tatort.

"Wir haben mehrere Patronenhülsen gefunden", so die Polizeisprecherin. Allerdings stünde noch nicht fest, ob die Patronen aus einer oder aus mehreren Waffen abgefeuert worden seien. Eine Tatwaffe habe man bislang noch nicht sicherstellen können. Man fahnde immer noch nach rund acht Personen. Eine Gefahr für die Bevölkerung bestünde allerdings nicht, so die Sprecherin. 

Ein großer Teil der Waldstraße ist wieder frei begeh- und befahrbar, dies teilt die Polizei soeben mit. Auch die Sperrung der Straße Am Geisersbühl wurde mittlerweile aufgehoben. 

Schießerei in Rüsselsheim: Wo ist die Tatwaffe?

Update, 14:05 Uhr: Hinter den Schüssen in der Rüsselsheimer Innenstadt steckt offenbar ein Zwist zwischen zwei Großfamilien. Der 33-Jährige, der durch einen Streifschuss verletzt wurde, wird gerade vernommen. Laut Polizei steht noch nicht fest, inwiefern der Mann in die Auseinandersetzung involviert ist. Seit Stunden ist nun die Waldstraße in Rüsselsheim gesperrt. Beamte von SEK und LKA sind im Einsatz. 

Update, 12:29 Uhr: Die Polizei durchsucht immer noch Räume in der Waldstraße, deshalb bleibt es weiter bei der Sperrung des Abschnittes zwischen Friedensstraße und Taunusstraße. Die Polizei findet laut Sprecherin immer mehr Patronenhülsen - die Tatwaffe indes ist immer noch verschwunden. Derweil werden die Festgenommenen verhört. Wie lange die Sperrung noch andauern wird, ist weiterhin unklar. 

Nach Schießerei in Rüsselsheim sucht die Polizei weiter die Waffe

Update, 10:45 Uhr: Die Waldstraße ist weiterhin gesperrt. Wie lange die Sperrung noch anhält, ist derzeit noch unklar. Wie die Polizei soeben mitteilt, soll es sich bei dem Verletzten um einen 33-jährigen Rüsselsheimer handeln. Bei den Festgenommen handelt es sich um Mitglieder einer Familie, die die Beamten in einem Wohnhaus in der Waldstraße angetroffen haben. "Dabei handelt es sich um Deutsche mit Migrationshintergrund im Alter zwischen 13 und 53 Jahren", so die Polizeisprecherin. 

Schießerei in Rüsselsheim: Hier ist es aktuell gesperrt.

Update, 9.30 Uhr: Jetzt steht fest: In der Rüsselsheimer Innenstadt wurde scharf geschossen. Wie die Pressesprecherin der Polizei auch Anfrage mitteilt, wurden mehrere Einschusslöcher an zwei Fahrzeugen, die in der Waldstraße abgestellt waren, festgestellt. Derzeit fahndet die Polizei noch nach Tatbeteiligten, auch wurden noch keine Schusswaffen sichergestellt. "Wir wissen noch nicht, ob es sich nur um eine- oder mehrere Schusswaffen handelt", so die Polizeisprecherin. Man habe aber am Tatort mehrere Hülsen gefunden. 

Aktuell ist die Waldstraße von der Friedensstraße bis zur Taunusstraße sowie im Bereich Ecke Kürbisstraße und Am Geiersbühl abgesperrt.

Erstmeldung, 27. April, 9 Uhr: Rüsselsheim - Am frühen Samstagmorgen, gegen 4 Uhr, hat es Schüsse in der Rüsselsheimer Innenstadt gegeben. Aktuell läuft eine Großfahndung nach den Beteiligten. Das Gebiet rund um die Waldstraße ist von der Polizei abgesperrt.

Schüsse am Europaplatz: Es gab neun Festnahmen

Wie die Rüsselsheimer Polizei und Staatsanwaltschaft berichten, hat es gegen vier Uhr morgens Schüsse in der Nähe des Europaplatzes in Rüsselsheim gegeben. Als die Polizei am Tatort eintraf, haben die Beamten zwei beschädigte Fahrzeuge und eine durch einen Streifschuss verletzte Person vorgefunden. 

Rund 20 Personen seien zu diesem Zeitpunkt auf der Flucht durch die Rüsselsheimer Innenstadt in Richtung Waldstraße.

Nach einer Großfahndung konnte die Polizei neun Personen festnehmen, die in Verbindung mit der Tat gebracht werden. Sie sollten Mitglieder einer polizeilich bekannten Großfamilie sein. Zwecks Spurensuche und für weitere Ermittlungen ist das Gebiet rund um die Waldstraße derzeit noch abgesperrt.

(ror/red/dpa)

Der Artikel wird aktualisiert.

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