Schmuck-Design

Ihr Schmuck aus Perlen und Edelsteinen lässt Frauenaugen funkeln

Gesundheitliche Gründe zwangen Claudia Groh, sich beruflich zu verändern. Einer plötzlichen Eingebung hat sie es zu verdanken, dass sie eine neue Leidenschaft für sich entdeckt hat.

„La Chispa“ bedeutet so viel wie „Funke“, und der springt bei Claudia Groh über, wenn sie sich mit Perlen, Edelsteinen und anderen Materialien kreativ austoben kann. Denn hinter „La Chispa“ verbirgt sich auch das Ein-Personen-Unternehmen der Egelsbacherin, die aus ohnehin schon schönen Dingen noch schönere macht.

Die heimische Werkstatt mag wie ein wildes Sammelsurium aus Kisten wirken, doch das Genie überblickt das vermeintliche Chaos und kann zielsicher Halsketten, Armbänder und Ohrringe hervorzaubern. Einiges ist inzwischen zusammengekommen, seit Groh bei Null angefangen und sich mit dem Fertigen von Schmuck vertraut gemacht hat. War es im Mai 2016 noch lediglich eine einzelne Kiste, ist das Wohnzimmer heute ein richtiger Lagerraum für Waren und Materialien.

Ausschlaggebend für das neue Hobby waren gesundheitliche Gründe, die Groh daran hinderten, weiterhin ihren Beruf auszuüben. Dass die Wahl dann ausgerechnet auf Schmuckdesign fiel, war fast schon Zufall: „Ich hatte mir irgendwo ein Armband gekauft, das sehr schlecht verarbeitet war. Da habe ich mir gedacht, dass das auch besser geht.“ Die fehlenden Kenntnisse hat sich Groh über Tutorials angeeignet und losgelegt – jetzt ist sie täglich damit beschäftigt, neue Schmuckstücke zu fertigen.

„Der kreative Part ist mir am liebsten, das hat schon fast etwas Meditatives“, so die Egelsbacherin. Doch wer mit seinem Nebengewerbe auf Märkten unterwegs ist, muss sich auch mit den unliebsamen Aspekten herumschlagen. Zurzeit ist die Schmuckdesignerin damit beschäftigt, ihr vielseitiges Sortiment auszupreisen, denn am Wochenende geht es zum Weihnachtsmarkt in die „Klassikstadt Frankfurt“. „Ich bin dann wie ein Gaul vor dem Pferderennen“, lacht Groh, die schon ungeduldig mit den Hufen scharrt. „Man verlässt die Deckung und gibt ein sehr persönliches Stück von sich preis“, erklärt sie, warum sie trotz allem immer wieder nervös ist.

Schlechte Erfahrungen hat sie glücklicherweise noch nicht gemacht, im Gegenteil wurden ihre Kreationen bewundert. Mal in Gold, mal in Silber fertigt Groh inzwischen ganze Sets – angefangen hatte sie ursprünglich nur mit Armbändern – aus Edelsteinen, Polarisperlen, Glas oder anderen Materialien. Zwar ist sie am liebsten selbst kreativ, übernimmt aber auch Auftragsarbeiten und bleibt dabei mit dem Preis immer moderat: „Ich will bezahlbaren Schmuck machen, damit sich die Leute auch etwas Schönes leisten können.“

Dazu ist an den kommenden Wochenenden noch Gelegenheit, denn nach Frankfurt stehen weitere Weihnachtsmärkte an: Am 9. und 10. Dezember ist Groh in der Aumühle in Wixhausen, am 16. und 17. Dezember in Erzhausen.

(nab)

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