1. Startseite
  2. Region
  3. Kreis Groß-Gerau

Schmuckstück auf der Kühkopfinsel

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Die aktuelle Ausstellung ?Mitten im Fluss? im Hofgut Guntershausen kann bei freiem Eintritt besichtigt werden.
Die aktuelle Ausstellung ?Mitten im Fluss? im Hofgut Guntershausen kann bei freiem Eintritt besichtigt werden. © Kristof Lemp

Das Hofgut Guntershausen im Kreis Groß-Gerau ist nach seiner Sanierung vor einem Jahr ein sehr beliebtes Ausflugsziel geworden. Die jungen Besucher finden besonders die interaktiven Angebote des Museums spannend.

Aus dem ehemaligen Hofgut Guntershausen auf der Kühkopfinsel ist ein wahres „Schmuckkästchen“ geworden. Die behutsame, geschmackvolle Sanierung der alten Stallgebäude wurde von den Besuchern ebenso gelobt wie die verschiedenen Installationen in der Ausstellung „Mitten im Fluss“.

Nach einem Jahr Betrieb lud nun Regierungspräsidentin Brigitte Lindscheid Beteiligte, Medienvertreter und Politiker ein, um Bilanz zu ziehen und künftige Aktivitäten des Umweltbildungszentrums vorzustellen. Rundum zufrieden zeigte sich der Leiter der Einrichtung, Ralph Baumgärtel, in seinem Rückblick auf das erste Betriebsjahr: „Wir hatten in zwölf Monaten 30 000 Besucher, darunter auch viele Fachbesucher, die alle begeistert von unserer Ausstellung waren.“

Mehr als 9000 Menschen hätten an fast 300 Veranstaltungstagen teilgenommen. Veranstalter seien neben dem Umweltbildungszentrum vor allem der Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald und der Förderverein Hofgut Guntershausen gewesen. Das Umweltbildungszentrum trage dazu bei, den Naturschutzgedanken in der Bevölkerung zu verankern und helfe so, die Artenvielfalt in den hessischen Rheinauen zu erhalten, sagte Baumgärtel. „Damit können wir uns mit vielen anderen bedeutenden Umweltbildungseinrichtungen in Deutschland messen“, fand auch Lindscheid. Laut einer noch laufenden Besucherumfrage, würde das Hofgut alle Altersgruppen ansprechen. „Sehr positiv ist auch die Resonanz bei den Lehrern, die mit Schulklassen kommen“, freute sich Baumgärtel. Die Schüler fänden vor allem die interaktiven Angebote der Ausstellung spannend. Wie zum Beispiel das Flutmodell.

Noch keine Gastronomie

Allerdings würden die Besucher kritisieren, dass es kein gastronomisches Angebot gibt, erläuterte Hans-Peter Maier, Projekt-Koordinator im Hessischen Umweltministerium. „Der Aufbau einer Besucherbetreuung für dieses ausgesprochene Saisongeschäft ist nicht einfach, aber wir arbeiten daran.“ Die Träger des Umweltbildungszentrums, das Regierungspräsidium Darmstadt, Hessen-Forst und das Hessische Umweltministerium planen noch weitere Angebote rund um das Hofgut wie den Abschluss der barrierefreundlichen Gestaltung der Außenanlagen, die mit einem Lehrpfad in die Auenlandschaft verknüpft werden sollen.

Noch in diesem Jahr will der Landesverband Hessischer Imker den Aufbau einer Schauimkerei am Hofgut in Angriff nehmen. Das Hauptaugenmerk der Betreiber liege allerdings derzeit auf dem Ausbau der „Speicherwelten“ im Obergeschoss, für die derzeit die Feinkonzeption entwickelt würde. In den Speicherwelten sollen Themenkomplexe aus der bestehenden Ausstellung „Mitten im Fluss“ zeitlich, räumlich und inhaltlich in einen deutlich erweiterten Kontext gestellt werden. „Ich bin zuversichtlich, dass sich auch im Obergeschoss die hohe Qualität hinsichtlich Museumsdidaktik und Szenografie der bestehenden Ausstellung fortsetzen wird“, versprach Regierungspräsidentin Lindscheid.

Internationale Gäste

Optimistisch zeigte sich auch Projekt-Koordinator Hans-Peter Maier, das benötigte Geld bei Stiftungen und Sponsoren einholen zu können. Als Sponsoren haben die Allianz Umweltstiftung, die Deutsche Bundesstiftung Umwelt, die Deutsche Stiftung Denkmalschutz, Fraport, Mainova und Viessmann Deutschland das Projekt finanziell unterstützt. 715 000 Euro hat die Umsetzung der unterschiedlichen Konzepte gekostet.

Das Umweltbildungszentrum erfreue sich auch eines regen Zuspruches in nationalen und internationalen Fachkreisen. Eine Abordnung der Naturschutzverwaltung Costa Rica und Gruppen von verschiedenen Hochschulen und Ministerien seien bereits zu Gast gewesen.

Das Umweltbildungszentrum und die Ausstellung „Mitten im Fluss“ steht allen Interessierten ganzjährig offen. Der Eintritt ist frei.

Nähere Information erhalten Interessierte telefonisch unter (0 61 58)8 28 67 59 oder per E-Mail an .

(fnp)

Auch interessant

Kommentare