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Waldenserschule

Schulleiterin Christine Frank freut sich über das neue Gebäude der Waldenser Schule

Nach langem Warten konnten die Mädchen und Jungen der Waldenser Schule endlich in ihr neues Gebäude einziehen. Schulleiterin Christine Frank freut sich über den Umzug.

Seit zwei Monaten können die Schüler und das Personal der Waldenser Schule endlich ein modernes Gebäude in der Waldstraße 46 nutzen. Zuvor war die Grundschule in drei alten Gebäuden untergebracht, mit denen zwar viele Walldorfer persönliche Erinnerungen verbinden. Doch im Jahr 2018 entsprachen die Gebäude längst nicht mehr den heutigen Anforderungen, was einen Neubau dringend erforderlich machte.

„Ohne unser sehr engagiertes Kollegium und unseren Hausmeister Dirk Schöneberger hätten wir den Umzug nicht so gut bewältigen können“, sagt Schulleiterin Christine Frank. Mit dem Umzug war eine weitere Änderung verbunden. So ist die Waldenser Schule jetzt Ganztagsschule, was sie an den alten Standorten so nicht hätte umsetzen können. Sie nimmt am „Pakt für den Nachmittag“ des Landes Hessen teil. Zudem ist die Schule jetzt nicht mehr auf mehrere Gebäude verteilt, sondern in einem Bau untergebracht. „Jetzt haben wir alles unter einem Dach“, so Frank. Eines der drei alten Schulgebäude wurde saniert und als Verwaltungstrakt in den Neubau integriert.

Zwei Betreuungsräume

Im neuen Schulgebäude stehen zwei große Betreuungsräume und eine Mensa mit Salatbar zur Verfügung. Zusätzlich wird ein Klassenzimmer als Ruheraum genutzt. „Von unseren rund 200 Schülern nehmen etwa 100 das Ganztagsangebot wahr“, schildert Christine Frank. Die Eltern können verschiedene Module buchen. Bis 16.30 Uhr wird eine Betreuung angeboten. Auch eine Hausaufgabenbetreuung kann von den Kindern genutzt werden.

Doch kommt auch der Spaß nicht zu kurz: „Donnerstag ist unser AG-Tag“, berichtet Frank. Derzeit wird gerade die AG für Fußball erweitert. Aber auch Musik, Backen, Kochen und Yoga stehen auf dem Programm. „Dieses vielseitige Angebot wäre ohne unsere Kooperationspartner nicht möglich“, betont die Schulleiterin. Zu den Partnern zählen beispielsweise Sportvereine wie die Turngesellschaft und Rot-Weiß Walldorf sowie die örtliche Musikschule.

In einer eigenen Schulküche können die Kinder das Kochen und Backen lernen. Frank lobt, wie trotz Umzugsstress das Ganztagsangebot funktioniert habe, wobei sie insbesondere Manuela Morbe hervorhebt. Diese habe als pädagogische Leiterin für die Ganztagsbetreuung unter schwierigen Umständen „Hervorragendes“ geleistet. Während des gesamten Umzugs habe das Kollegium, das aus insgesamt 30 Personen besteht – Lehrkräften und pädagogischen Mitarbeitern – gemeinsam auch am Wochenende mit angepackt, wofür Frank sehr dankbar ist.

Neben modernen Klassenzimmern und Gruppenräumen für Arbeitsgruppen steht den Kindern ein Computerraum mit 24 PCs und einem interaktiven Beamer zur Verfügung. Die moderne technische Ausstattung ist wichtig, doch sie würde ohne eine gute Versorgung mit Lehrkräften wenig bringen. Doch auch hier kann Schulleiterin Frank Positives vermelden: „Bei uns sind alle Stellen besetzt, wir haben keinen Unterrichtsausfall.“ Die große Aula im neuen Schulgebäude kann nicht nur für Versammlungen genutzt werden. Sie verfügt auch über eine große Bühne, die sich für Kindertheater eignet.

Wermutstropfen

Bei aller Freude über den erfolgreichen Umzug und das neue Gebäude, das klimafreundlich im Passivhaus-Standard errichtet wurde, ist noch nicht alles perfekt. So verfügt der Neubau über noch keinen Festnetz-Anschluss. Die Fluchtwege sind zwar insgesamt konsequent nach Brandschutzkriterien ausgerichtet. In einem Klassenraum verläuft der Fluchtweg aber direkt durch den Saal, was dort den Platz einengt. Die Innenausstattung ist insgesamt noch nicht abschließend fertiggestellt. Trotz laufenden Schulbetriebs werden daher immer noch Bau- und Handwerksarbeiten ausgeführt.

Auch die Schulbibliothek ist noch nicht fertig eingerichtet: „Hier hoffen wir auch auf Unterstützung von Eltern“, sagt Frank. Größter Wermutstropfen ist jedoch der sehr beengte Außenbereich mit viel zu kleinem Schulhof. Das soll sich aber ändern, sobald der Abriss des Nachbargebäudes, eines der drei alten Schulgebäude, vollzogen ist. Dann wird der Schulhof erheblich erweitert. Auch die Spielmöglichkeiten werden weiter verbessert. So fehlen beispielsweise noch ein Basketball-Korb und Fußball-Tore. „Aber auch das kriegen wir alles noch hin“, sagt Frank optimistisch.

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