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Sind Jugendliche „ständig online“?

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Das Team des Jugendbildungswerks arbeitet mit Jugendlichen an der Martin-Buber-Schule. Sie sprachen über ihr Internet-Nutzungsverhalten.

„Wie nutzt Ihr die Medien und das Internet an einem ganz normalen Tag? Läuft die ganze Zeit ,WhatsApp’?“ Dies und mehr fragte das Team des Jugendbildungswerks und der Landesarbeitsgemeinschaft Arbeit und Leben Hessen 15 Jugendliche des einwöchigen Projektes „Ständig online?!“ an der Martin-Buber-Schule in Groß-Gerau. Während der dortigen Kulturwoche Mitte Januar beschäftigten sich die 14- bis 16-jährigen Schüler intensiv mit ihrem Mediennutzungsverhalten, mit sozialen Netzwerken, verschiedenen Kommunikationsformen und den Auswirkungen auf das „reale Leben“.

Dabei konnte das Team erfahren, dass bei weitem nicht alle Jugendlichen „ständig online“ sind. Die Internetnutzung und auch negative Erlebnisse variierten sehr. Zu Hause am PC fühlen sich die Schüler doch relativ sicher, werden mutiger oder wähnen sich in scheinbarer Anonymität, wie die Jugendlichen mit einer kleinen Übung im Seminar feststellten. Über die Chat-Applikation „WhatsApp“ beleidigt es sich eben einfacher, als von Angesicht zu Angesicht. Konflikte oder kleine Dramen eskalieren schneller.

Neue Kommunikation

Für die drei Schülerinnen und zwölf Schüler war auch klar: Das „reale“ Leben und die Kommunikation über das Internet und über soziale Netzwerke sind untrennbar miteinander verbunden. Es müsse beachtet werden, was die Jugendlichen öffentlich von sich zeigen, was nur für die besten Freunde gedacht ist oder welche Informationen oder Bilder besser gar nicht im Netz landen. Bildrechte, Datenschutz und Gefahren wurden ebenso besprochen wie die positiven Aspekte des Internets und der „neuen“ Kommunikationsformen.

Wie schon früher dreht sich viel um die Pflege von Freundschaften und Cliquen, um das Gefühl der Anerkennung, aber auch um den schnellen Informationsfluss oder Informationsbeschaffung.

Nach einem Schnellkurs in Bildgestaltung und Bildwirkung wurden schließlich vier Foto-Comic-Geschichten erarbeitet, die als kleines Heft für die Jugendlichen gedruckt werden sollen.

Im realen Leben

In den Geschichten geht es um die Themen „Cybermobbing“, „Handysucht“ und „Liebe“ – also um gängige Themen im Medienalltag. Der kreative Umgang mit dem Medium Foto-Comics vertiefte die behandelten Themen und trug zur Erweiterung der Medienkompetenz bei. Und in einer weiteren Sache waren sich die Jugendlichen einig: Die schönsten Erlebnisse haben sie immer noch im „realen“ Leben.

Nähere Informationen zum Projektangebot „Ständig online?!“ gibt es bei der Kreisverwaltung Groß-Gerau: Jugendbildungswerk, Telefon (0 61 52) 9 89-4 51, (Peter Schlimme), E-Mail: jbw@kreisgg.de.

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