Lauf bei heißen Temperaturen

871 Starter beim Waldmarathon

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Beim Koberstädter Waldmarathon fand der Bambini-Lauf großen Anklang. 86 Jungen und Mädchen gingen auf die Stadionrunde.

Für die einen waren es ideale Wetterbedingungen, für die anderen eine recht anspruchsvolle Herausforderung, bei diesen Temperaturen einen Halbmarathon oder einen Marathon zu laufen. Für einige kam diese Erkenntnis zu spät: Sie mussten aufgeben oder hatten nach dem Zieleinlauf nachhaltige Kreislaufprobleme. Mehrmals fuhr der Rettungswagen gen Egelsbacher Stadion, um kollabierte Teilnehmer zu versorgen und zu stabilisieren. „Für uns ist das alles normal, das kommt immer mal vor. Für Außenstehende mag dies freilich etwas anders aussehen“, kommentierte ein glücklicher Läufer, der ins Ziel kam, die Situation.

Als Alexandra Behrens noch recht frisch als erste Läuferin über 10 000 Metern ins Ziel kam, machte sie sofort eine Wendung zum Stadionsprecher und wies darauf hin, dass die Streckenmarkierung vor dem Ziel nicht vorhanden sei. „Ich bin mit Marion zusammen gelaufen. Als wir keine Markierung mehr gesehen haben, sind wir wieder zurück und haben gesehen, wo die Männer gelaufen sind“, berichtete sie. So rund 400 Meter sind Alexandra Behrens, die Neu-Isenburgerin startet für den ASC Darmstadt, sowie Marion Peters-Karbstein (TuS Griesheim) zu viel gelaufen – und haben dennoch gewonnen. Sofort bemühte sich das Organisationsteam, diese Orientierungslücke zu schließen.

Mit 871 Startern war die Teilnehmerzahl zwar leicht rückläufig, im Vorjahr waren es noch 914, dennoch waren die Organisatoren des 37. Koberstädter Waldmarathons um Martina Bareuther recht zufrieden. „Für engagierte Läufer gibt es keine Ferien, aber vielleicht ist heute doch mancher lieber ins Schwimmbad gegangen“, sagte Bareuther.

Horst Bernau, Mitbegründer des Lauftreff Egelsbach, schickte bereits um 8 Uhr 136 Starter auf die Marathon-Distanz. Um 9.40 Uhr war es der Vorsitzende der SG Egelsbach, Edgar Karg, der den Startschuss für die 510 Starter zum Halbmarathon gab. Zuletzt schickte Kreisbeigeordneter Carsten Müller noch 225 Läufer auf den 10 000-Meter-Strecke.

Großen Anklang fand der zweite Rewe-Bambini-Lauf mit beachtlichen 86 jungen Läufern. Den Startschuss gab hier die Organisatorin und Rewe-Marktleiterin Michaela Völkel. Nach einer Stadionrunde, manche liefen freiwillig zwei, gab es für alle Medaillen und Urkunden sowie eine gut gefüllten Rucksack.

„Da sind schöne Sachen drin“, sagte der siebenjährige Timon, der als Erster seiner Altersklasse ins Ziel kam. Sein vierjähriger Bruder Fabian war ebenfalls erfolgreich dabei, während das elf Monate junge Schwesterchen mit Papa Martin eine Stadionrunde lief. Mama Karin Stadie war beim 10 000-Meter-Lauf an den Start gegangen.

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