Kurzfilm

Studenten drehen Film in der Kreisklinik Groß-Gerau

„Keine Aussicht auf Besserung“ heißt der Arbeitstitel des Films von Leander Kupferer und Henry Kho. Der fünf bis acht Minuten lange Streifen spielt auch in der Kreisklinik.

Mit Hilfe der Groß-Gerauer Kreisklinik entsteht ein Kurzfilm über eine dramatische Vater-Sohn-Geschichte. Die beiden Studenten Leander Kupferer (22) und Henry Kho (21) haben das Drehbuch geschrieben, das sie nun mit einem Team von Helfern umsetzen. Sie studieren im dritten Semester Zeitbasierte Medien – mit dem Schwerpunkt Film und Animation – an der Hochschule Mainz.

Der Film, der fünf bis acht Minuten lang werden und möglichst später auch beim Open-Air-Filmfest Weiterstadt laufen soll, trägt den Arbeitstitel „Keine Aussicht auf Besserung“. Es geht darin um einen jungen Mann, der nach einem Sportunfall im Wachkoma liegt und der nur noch minimal, mit einem Auge, mit seiner Umwelt kommunizieren kann.

Der Vater möchte ihm einen Herzenswunsch erfüllen, von dem er aus früheren Tagen weiß. Für die Rolle des Vaters haben Leander Kupferer (Kamera) und Henry Kho (Regie) den Schauspieler Michael Marwitz gewonnen, den Sohn spielt der Darsteller Lukas Strasser aus Wien.

„Wir haben uns von tragischen Sportunfällen in der jüngeren Vergangenheit inspirieren lassen. Aber der Film legt den Fokus vor allem auf die Vater-Sicht“, erzählen die jungen Filmemacher, die ihre Produktion privat finanzieren. Die Hochschule leiht ihren Studenten Geräte; auch durch die Hilfe der Koproduktionsfirma Spektrum Film lassen sich die Kosten für Technik senken. Zudem sind die beiden dankbar für die Bereitschaft der Kreisklinik Groß-Gerau, dort zwei Tage Räume zur Verfügung zu stellen: „Groß-Gerau war sehr offen und entgegenkommend.“

Am Freitag baute das Team zunächst auf, ehe abends die Dreharbeiten begannen. Der Samstag stand voll fürs Filmen zur Verfügung. Im Anschluss daran geht es für einen weiteren Tag zum nächsten Drehort, zu einer Turnhalle in Hechtsheim.

„Keine Aussicht auf Besserung“ ist das bislang größte Projekt der beiden jungen Männer, die als Berufswunsch Kameramann und Regisseur angeben. Es ist aber nicht ihr erstes. „Das Studium in Mainz ist sehr frei, selbstbestimmt und praxisorientiert. Dabei lernt man auch viele Leute kennen“, so dass das gut 20-köpfige Filmteam rasch gefunden war: „Man hilft sich gegenseitig bei den Projekten. Und jede Filmarbeit bringt einen weiter“, so die beiden jungen Männer.

(red)

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