In der evangelischen Kirche von Königstädten öffnete sich das 5. Türchen des Lebendigen Adventskalenders.

Offenes Singen

Der Lebendige Adventskalender macht Station in der evangelischen Kirche

Wissenswertes rund um den süßen Weihnachtsschmaus: Darum ging es auch beim offenen Singen in Königstädten mit Pfarrerin Angelika Jährling.

Der Regen in den vergangenen Tagen hatte viele davon abgehalten, die Treffen des Lebendigen Adventskalenders zu besuchen. Rund 20 Besucher waren aber am Mittwoch zur evangelischen Kirche gekommen, um sich dem offenen Singen anzuschließen. Doch singen lässt sich meist besser im Warmen. Außerdem ging es an diesem Abend um Süßigkeiten, wie sie gerade in der Adventszeit gern gegessen werden, so dass die Veranstaltung ins gut geheizte Kircheninnere verlegt wurde, wo viele brennende Kerzen auch für eine besinnliche Atmosphäre sorgten. Manche fangen schon Wochen vor Weihnachten damit an, Plätzchen zu backen. Und der Begriff süß wird nicht nur für Essbares verwendet. Babys werden als süß bezeichnet oder auch „zum Anbeißen“.

Wochen vorher

Dass all das Süße zu Weihnachten auch Tradition und Symbolik hat, war vielen der Teilnehmer nicht bekannt. So etwa, dass der Stollen das Jesuskind verkörpert und der weiße Puderzucker, mit dem das Gebäck haltbar gemacht wird, die Windeln des Kindes symbolisiert. Eigentlich fremd und altmodisch sei das, gab Jährling, die in der Kirchengemeinde bei Bedarf als Pfarrerin einspringt, zu. Doch sie recherchierte im Internet und fand Informationen, die ihr selbst noch nicht bekannt waren.

Auf die Frage, wie Weihnachten eigentlich schmecke, kamen Antworten wie Zimt, Plätzchen oder Schokoladenschmuck am Baum. Immer also süße Leckereien. Die Weihnachtsgans hingegen nannte niemand. Da Süßes in früheren Zeiten, als noch überwiegend mit importiertem Honig oder Zuckerrohr aus fernen Ländern gesüßt wurde, etwas sehr Wertvolles war, wurde es nur in Maßen und zu besonderen Anlässen wie etwa zu Weihnachten gegessen.

Keine Orgelbegleitung

All die Leckereien, über die gesprochen wurde, gab es an diesem Abend auch zum Probieren. Und da bei der Veranstaltung auch gesungen werden sollte, hatte die Pfarrerin entsprechende Lieder, von denen zwei sogar den Begriff „süß“ im Titel haben, ausgewählt.

„Oh Jesulein süß“ und der Klassiker „Süßer die Glocken nie klingen“ wurden gesungen. Orgelbegleitung gab es dazu keine, da dies schwierig zu organisieren sei, wie Jährling erklärte. Doch die schönen klassischen Melodien klangen auch a cappella sehr schön.

Lebkuchen ist ein Gebäck für das die Nonnen, die ihn buken, Kräuter aus ihrem Garten und somit Heilkräuter verwendeten, die wiederum Gott dem Heiland gedenken. Spekulatius ist ein Gebäck, das zu Ehren des Nikolaus gebacken wird. Bei genauer Betrachtung kann man ihn auf manchen Plätzchen sogar erkennen. Und Nüsse mit harter Schale und süßem Kern sind nicht nur gesund, sie stehen symbolisch für Fruchtbarkeit, Weisheit und Geduld.

von SUSANNE RAPP

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