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Anne Koszela amtiert seit knapp 20 Wochen als Umweltbeauftragte von Trebur.

Neue Heimat

Anne Koszela ist die neue Umweltbeauftragte von Trebur

Mitte Mai übernahm Anne Koszela das Amt der Umweltbeauftragten. Seitdem hat sie sich nicht nur in ihrem neuen Büro eingelebt. Trebur ist auch zu ihrer neuen Heimat geworden.

Den Belangen der Umwelt kommt in vielen Bereichen eine große Bedeutung zu, beispielsweise bei Bebauungsplänen, aber auch dann, wenn ein Bürger auf seinem Grundstück einen Baum fällen will oder nicht weiß, wie er mit einem für ihn ungebetenen Wespenschwarm oder einer im Gehöft eingenisteten Fledermaus-Population umgehen soll. Für solche und viele andere Angelegenheiten rund um den Naturschutz haben die Kommunen inzwischen eigene Umweltbeauftragte. In Trebur ist es Anne Koszela.

Die 27-Jährige übernahm das Amt Mitte Mai und trat damit die Nachfolge von Andrea Wschiansky an. Inzwischen ist Anne Koszela nicht nur in ihrem neuen Amt angekommen. Sie ist von Nauheim nach Trebur gezogen und fühlt sich in der Großgemeinde wohl und heimisch.

„Trebur hat besonders für meine Tätigkeit unheimlich viel zu bieten“, verweist sie auf die weitläufigen Felder, die Streuobstwiesen, die Baggerseen und die Schutzgebiete, wo sich auch eine vielfältige Flora und Fauna gebildet hat.

Beruflich wird Anne Koszela damit zu tun haben. Denn zu ihren Aufgabengebieten gehören unter anderem die Betreuung von Ausgleichsmaßnahmen und die Umsetzung von Artenschutzmaßnahmen. Doch der Umweltschutz kollidiert auch in Trebur immer wieder mit anderen Interessen. Soll man beispielsweise unbebaute Flächen erschließen, um Gewerbe anzusiedeln oder Wohnungen zu bauen? Soll man einem Unternehmen gestatten, großflächig Kies abzubauen, auch wenn dies einen erheblichen Eingriff in die Natur bedeuten würde?

Immer wieder setzt sich die Politik mit solchen Fragen auseinander. Bei solchen und ähnlichen Themen ist auch die Meinung der Umweltbeauftragten gefragt und gefordert.

Geht es beispielsweise um Bebauungspläne, gibt Anne Koszela Stellungnahmen ab, die den Umweltaspekt und den notwendigen Naturschutz betreffen. „Auch an Ausschüssen und bei den Sitzungen des Gemeindevorstands habe ich bereits teilgenommen“, erzählt sie.

Geboren wurde Anne Koszela in Wiesbaden. Nach der Schulzeit in Trebur und in Groß-Gerau absolvierte sie in Geisenheim im Rheingau ein Studium der Landschaftsarchitektur. Für ihren Master-Abschluss kamen Umweltmanagement und Stadtplanung hinzu. „Meine Schwerpunkte lagen allerdings immer in den Bereichen Naturschutz und Umweltplanung“, erzählt sie. Nach Ende des Studiums folgten eine Tätigkeit in einem Frankfurter Planungsbüro, das unter anderem auch Kommunen beraten hat. Als die Stelle der langjährigen Umweltbeauftragten Andrea Wschiansky frei wurde, bewarb sich Anne Koszela. Von ihrer Vorgängerin hat sie die Organisation eines Runden Tischs übernommen, der Vereine, Institutionen, Naturschutzgruppen und Wasserverbände zweimal im Jahr zu Diskussionen und zum Austausch zusammenführt. Auch mit der in Groß-Gerau ansässigen Unteren Naturschutzbehörde hat Anne Koszela als Umweltbeauftragte von Trebur viel zu tun.

Zudem organisiert Anne Koszela Aktionen wie den „Sauberhaften Herbstputz“, der an diesem Samstag über die Bühne geht und bei dem Freiwillige in der Gemarkung von Trebur achtlos und illegal weggeworfenen von Müll und Abfall aufsammeln.

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