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Feuerwehr

Astheimer Feuerwehr erhält neue Spinde

  • VonDr. Daniela Hamann
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Viel Eigenleistung haben die Mitglieder in ihre neuen Umkleiden gesteckt.

Viele Arbeitsstunden haben die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr in den zurückliegenden Monaten in ein wichtiges Projekt investiert: die Renovierung ihrer Umkleide. Wehrführer Volker Pelz berichtet, wie es dazu kam: "Wir hatten 2018 unsere letzte Inspektion. Damals wurden einige Mängel festgestellt. Dazu gehörte auch die fehlende Schwarz-weiß-Trennung in unserer Umkleide." Die Trennung bedeutet, dass den Mitgliedern der Einsatzabteilung je ein Spindfach für die private Kleidung und ein weiteres Fach für die Einsatzkleidung zur Verfügung stehen sollte.

Bis zur Revision haben die aktiven Feuerwehrleute jedoch immer ihre private Kleidung in das gleiche Fach gehängt, in dem auch die Einsatzkleidung aufbewahrt wurde. Zudem bemängelten die Revisoren den Zustand der Fußböden und Zugänge zu den Räumlichkeiten. Ein Jahr später - 2019 - richteten die Mitglieder der Feuerwehr zunächst einen Umkleidebereich für die weiblichen Aktiven sowie die Mädchen in der Jugendfeuerwehr ein. Zudem erhielt die Wache eine Unisex-Dusche.

Viele Arbeiten in Eigenleistung

Kurz danach - Ende 2020 - wurde der Bedarf-Ermittlungsplan mit der Gemeinde besprochen, und dem Feuerwehrverein wurden Subventionen für die Beseitigung der 2018 festgestellten Mängel in der Umkleide der männlichen Aktiven zugesagt. "Wir konnten gleich zu Beginn des neuen Jahres mit den Planungen für den Umbau beginnen. Dabei hat die Gemeinde die neuen Spinde gekauft. Wir haben zudem eine Firma gefunden, die den neuen Betonboden gegossen hat. Auch dabei hat uns die Gemeinde mit einem Zuschuss unterstützt. Den Rest hat der Feuerwehrverein finanziell und mit Arbeitskraft gestemmt", berichtet Pelz weiter.

So seien in den vergangenen Monaten immer unterschiedliche Arbeitsgruppen mit je vier Männern und Frauen am Umbau beteiligt gewesen. Sie hätten die Pflastersteine und den Sand am Boden entfernt und den Betonguss durch die beauftragte Firma vorbereitet. Zudem wurden die Wände neu gestrichen. Von Februar bis Ende April seien alle Ehrenamtlichen am Werkeln gewesen. Nun sind die Umkleiden frisch renoviert. Im August stehe die nächste Inspektion an, und "wir hoffen, dass es nun keine Mängel mehr gibt", sagt der Wehrführer.

Einsatzabteilung kann wieder üben

Grundsätzlich sei der Verein in Bezug auf die Mitgliederzahlen gut aufgestellt. Ob dies auch für die Jugendabteilung gelte, werde sich erst zeigen, wenn die Pandemie-Maßnahmen gelockert werden und wieder Übungen und Unterricht stattfinden kann, so Pelz. Die Einsatzabteilung sei regelmäßig über verschiedene digitale Kanäle miteinander in Kontakt gewesen. Bei den Kindern und Jugendlichen haben die Übungsleiter jedoch bewusst darauf verzichtet, weil, so Pelz, "die Kinder ja schon in der Schule andauernd Video-Konferenzen haben". Immerhin könnten die aktiven Erwachsenen nun wieder mit ihren Übungen beginnen - wenn auch nur in kleinen Gruppen. "Darüber sind wir sehr froh, zumal nun fast alle Mitglieder der Einsatzabteilung auch zeitnah Impftermine bekommen haben und im Idealfall alle bis Juni geimpft sind. Wir hoffen, dass wir danach wieder richtig durchstarten und trainieren können."

Ob Feste - wie den Nachkerbe-Frühschoppen, der eigentlich traditionell von der Feuerwehr des Ortsteils veranstaltet wird - stattfinden können, sei noch nicht klar. Endgültig sei der Frühschoppen jedoch auch noch nicht abgesagt worden, macht Pelz ein wenig Hoffnung. "Wir müssen in dem Fall halt schauen, wie sich die Situation entwickelt. Aber wir bleiben vorsichtig optimistisch."

Daniela Hamann

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